Trump und Putin: US Geheimdienstchef kennt Gesprächsinhalt nicht

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Grossbritannien,

    Was haben Donald Trump und Putin unter vier Augen besprochen? Das scheint niemand zu wissen – nicht einmal der US-Geheimdienstdirektor Dan Coast.

    Haben sich angeblich sehr gut verstanden: Donald Trump und Wladimir Putin.
    Haben sich angeblich sehr gut verstanden: Donald Trump und Wladimir Putin. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Dan Coats weiss nicht, was Trump und Putin unter vier Augen besprochen haben.
    • Der Direktor des US-Geheimdienstes war gegen ein solches Gespräch.
    • Coats wusste bis zum Treffen nicht, dass ein Putin-Besuch im Weissen Haus geplant ist

    US-Geheimdienstdirektor Dan Coats hat auch Tage nach dem Vier-Augen-Gespräch zwischen US-Präsident Donald Trump und Russlands Staatschef Wladimir Putin in Helsinki keine Kenntnis vom Inhalt der Unterredung. Er war laut eigenen Angaben gegen ein solches Gespräch.

    «Ich weiss nicht, was bei diesem Treffen passiert ist», sagte Coats am Donnerstag bei einem Sicherheitsforum in Aspen im US-Bundesstaat Colorado. Es sei das «Vorrecht des Präsidenten», seine Gespräche mit Putin für sich zu behalten, sagte Coats. Er machte jedoch deutlich, dass er mit Trumps Entscheidung zu einem Vier-Augen-Gespräch mit Putin nicht einverstanden gewesen sei. Er hätte «einen anderen Weg» vorgeschlagen, sagte der US-Geheimdienstkoordinator.

    Coats äusserte sich nach Medienberichten zu russischen Angaben, wonach Trump und Putin bei der mehr als zweistündigen Unterredung nicht näher genannte Vereinbarungen trafen.

    Überrascht von Idee zu Putin-Besuch

    Coats hatte nach dem bilateralen Gipfel in Helsinki, bei dem Trump öffentlich Zweifel an den Erkenntnissen seiner eigenen Geheimdienste zu den russischen Cyberangriffen im US-Wahlkampf 2016 geäussert hatte, eine aussergewöhnliche Erklärung abgegeben. Darin verteidigte er die Schlussfolgerungen der ihm unterstellten Behörden zur russischen Einmischung in die Wahl 2016.

    «Ich musste das richtig stellen, das war meine Pflicht», sagte Coats dazu am Donnerstag in Aspen. «Es war wichtig, Stellung zu beziehen im Namen der Geheimdienste und im Namen des amerikanischen Volkes.»

    Coats zeigte sich zudem überrascht über die Ankündigung vom Donnerstag, wonach Gespräche über einen Besuch Putins im Weissen Haus in diesem Jahr geführt werden.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    8 Interaktionen
    Nach heftiger Kritik
    wladimir putin donald trump
    1 Interaktionen
    Zweites Treffen?
    wladimir putin donald trump
    1 Interaktionen
    Zweites Treffen?

    MEHR IN NEWS

    Grindelwald BE
    Wasser knapp
    Effretikon ZH
    Effretikon ZH
    2 Interaktionen
    Zürich/Dübendorf ZH
    sdf
    30 Interaktionen
    Was tun?

    MEHR AUS GROSSBRITANNIEN

    Bonnie Blue
    15 Interaktionen
    Kritik
    sugababes
    8 Interaktionen
    London
    Diego Garcia Chagos
    1 Interaktionen
    London