Todesstrafe wurde in den USA dieses Jahr 25 Mal vollstreckt

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    USA,

    Am Donnerstagabend um 21.48 Uhr Ortszeit wurde Jose Jiminez für tot erklärt. Es war die letzte Todesstrafe in den USA in diesem Jahr.

    Blick in die Hinrichtungskammer im Gefängnis Washington State Penitentiary mit der Zeugengalerie rechts.
    In den USA wurden dieses Jahr 25 Todesstrafen vollstreckt. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Insgesamt wurden in den Vereinigten Staaten in diesem Jahr 25 Todesurteile vollstreckt.
    • Dies ist ein historisch niedriger Stand – auch die Anzahl verhängter Strafen geht zurück.

    In den USA ist am Donnerstagabend die letzte Todesstrafe in diesem Jahr vollstreckt worden. Der 55-jährige Jose Jiminez wurde im Gefängnis von Starke im Bundesstaat Florida mit einer Giftspritze hingerichtet. Um 21.48 Uhr (03.48 Uhr Schweizer Zeit) wurde er für tot erklärt. Insgesamt wurden in den Vereinigten Staaten in diesem Jahr 25 Todesurteile vollstreckt.

    Jiminez war im Jahr 1994 wegen Mordes an einem Nachbarn zum Tode verurteilt worden. Die Anwälte des Verurteilten hatten immer wieder versucht, eine Aussetzung des Urteils zu erwirken. Sie verwiesen unter anderem darauf, dass Jiminez' Drogenabhängigkeit nicht ausreichend berücksichtigt worden sei. Mehrmals wurde die Vollstreckung des Todesurteils verschoben.

    Trotz 25 vollstreckten Todesurteilen in diesem Jahr ist die Todesstrafe in den USA auf dem Rückzug. Die 25 Hinrichtungen im Jahr 2018 sind ein historisch niedriger Stand. Mittlerweile haben 20 Bundesstaaten die Todesstrafe abgeschafft, von den 30 anderen haben nur acht in diesem Jahr davon Gebrauch gemacht.

    Verhängten Todesstrafen gehen zurück

    Auch die Zahl der von Gerichten verhängten Todesstrafen geht drastisch zurück. 42 Todesurteile wurden in diesem Jahr verhängt, 1996 waren es noch 315.

    Überdies werden die tödlichen Substanzen für die Giftspritzen knapp, weil sich viele europäische Pharmafirmen weigern, den US-Behörden Nachschub zu liefern. Das Betäubungsmittel Midazolam steht seit langem in der Kritik, weil es offenbar nicht stark genug ist, um Schmerzen der Todeskandidaten zu vermeiden.

    US-Präsident Donald Trump hatte sich dagegen als Verfechter der Todesstrafe positioniert und deren häufigeren Einsatz gefordert. Damit will Trump Attentäter, Polizistenmörder, Islamisten oder Drogenhändler bestrafen. In der Hoffnung, dass sie die Anwendung von Hinrichtungen rechtlich stützen würden, berief Trump zudem zwei konservative Richter an das Oberste Gericht der USA.

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