Robert Kennedys Mörder kommt nicht auf Bewährung frei

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    USA,

    Seit 53 Jahren sitzt Sirhan Sirhan für den Mord an dem US-Politiker Robert F. Kennedy im Gefängnis. Ein Bewährungsausschuss hatte seine Freilassung empfohlen, Kaliforniens Gouverneur lehnt das ab.

    Sirhan Sirhan, der Mörder von US-Senator Robert F. Kennedy, sitzt seit über 50 Jahren im Gefängnis und hat jetzt seine 16. Bewährungsanhörung. Foto: Uncredited/California Department of Corrections and Rehabilitation via AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits
    Sirhan Sirhan, der Mörder von US-Senator Robert F. Kennedy, sitzt seit über 50 Jahren im Gefängnis und hat jetzt seine 16. Bewährungsanhörung. Foto: Uncredited/California Department of Corrections and Rehabilitation via AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits - sda - Keystone/California Department of Corrections and Rehabilitation via AP/Uncredited

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der seit mehr als fünf Jahrzehnten inhaftierte Mörder des US-Politikers Robert F. Kennedy kommt nicht auf Bewährung frei.

    Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom sprach sich gegen die Freilassung des 77-jährigen Palästinensers Sirhan Sirhan aus.

    Der Mord an Kennedy im Jahr 1968 zähle mit zu den berüchtigsten Verbrechen der amerikanischen Geschichte, schrieb Newsom in einer Erklärung. Nach Jahrzehnten im Gefängnis habe Sirhan nicht die nötige Einsicht gezeigt, die ihn von weiteren gefährlichen Entscheidungen abhalten würde.

    Seit 53 Jahren inhaftiert

    Ein Bewährungsausschuss in Kalifornien hatte sich im August für die Freilassung Sirhans ausgesprochen. Sirhan sitzt seit 53 Jahren im Gefängnis und hatte sein mittlerweile 16. Gnadengesuch gestellt. Die Entscheidung der Kommission wurden dem kalifornischen Gouverneur vorgelegt, der sie nun ablehnte.

    Ethel Kennedy (93), die Witwe von Robert F. Kennedy, und sechs ihrer insgesamt elf Kinder zeigten sich am Donnerstag in einer gemeinsamen Mitteilung «zutiefst erleichtert» über Newsoms Entscheidung. Zwei Kennedy-Söhne hatten sich dagegen für Sirhans Freilassung ausgesprochen. Robert F. Kennedy Jr. schrieb im August in einem Brief an das Bewährungsgremium, dass er glaube, sein Vater hätte Sirhans beeindruckende Rehabilitation anerkannt, wie die «Los Angeles Times» berichtete. Douglas Kennedy erklärte demnach, Häftlinge sollten freigelassen werden, wenn sie nicht länger eine Bedrohung für sich oder andere darstellten.

    Mord am Präsidentschaftskandidaten

    Sirhan, ein in Jerusalem geborener Palästinenser, hatte Kennedy am 5. Juni 1968 in Los Angeles erschossen - nur wenige Stunden, nachdem dieser die Vorwahlen in Kalifornien zur Kür des demokratischen US-Präsidentschaftskandidaten gewonnen hatte. Die US-Justiz ging von Kennedys pro-israelischer Haltung als Motiv des damals 24 Jahre alten Täters aus. Fünf Jahre zuvor war Kennedys Bruder, US-Präsident John F. Kennedy, in Dallas (Texas) erschossen worden.

    Sirhan wurde 1969 zum Tode verurteilt. Nach Aussetzung der Todesstrafe in Kalifornien im Jahr 1972 wurde die Strafe in lebenslange Haft umgewandelt.

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