Sturmgewehr

    Richter kippt Sturmgewehr-Verbot in Kalifornien - Berufung folgt

    Keystone-SDA
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    USA,

    Ein Bundesrichter in Kalifornien hat das seit Jahrzehnten geltende Verbot von Sturmgewehren in dem US-Bundesstaat gekippt.

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    Gouverneur Gavin Newsom wurde von Trump beschuldigt, nichts gegen die Proteste in LA zu tun. (Archivbild) - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • In Kalifornien wurde das Verbot von Sturmwaffen gekippt.
    • Der Richter behauptet, dass Gesetz sei nicht verfassungsgemäss.
    • Kaliforniens Gouverneur möchte die Entscheidung nun anfechten.

    Ein Bundesrichter in Kalifornien hat das seit Jahrzehnten geltende Verbot von Sturmgewehren in dem US-Bundesstaat gekippt. In der Entscheidung, die am Freitag (Ortszeit) veröffentlicht wurde, schrieb der Richter zur Begründung, das Verbot halbautomatischer Waffen sei nicht verfassungsgemäss.

    Sturmgewehr mit Schweizer Messer verglichen

    Das «beliebte» Sturmgewehr vom Typ AR-15 etwa sei «wie ein Schweizer Messer» - eine «perfekte Kombination» einer Waffe für die häusliche Verteidigung wie für die Heimatschutzverteidigung, «gut für daheim wie auch für den Kampf». Der Bundesstaat hat 30 Tage Zeit, Berufung gegen die Entscheidung einzulegen.

    Wettbewerbsbehörde
    Sturmgewehre werden nach der Abgabe eingelagert. - keystone

    Der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta kündigte umgehend an, die Entscheidung anzufechten, und betonte, die geltenden Gesetzesregelungen seien weiter in vollem Umfang in Kraft.

    Lobbyisten bejubeln Entscheid

    Kaliforniens Gouverneur, der Demokrat Gavin Newsom, wertete die Entscheidung als «direkte Bedrohung für die öffentliche Sicherheit und unschuldige Kalifornier». Auf Twitter schrieb Newsom, das AR-15-Gewehr mit einem «Schweizer Messer» zu vergleichen, sei ein «ekelhafter Schlag ins Gesicht für diejenigen, die geliebte Menschen durch Waffengewalt verloren haben». Waffenlobbyisten dagegen bejubelten die Entscheidung des Bundesrichters.

    In den USA gehören tödliche Zwischenfälle mit Schusswaffen, die dort leicht zu kaufen sind, zum Alltag. Sturmgewehre wie das AR-15 werden oft bei Amokläufen eingesetzt. Nach mehreren grösseren Schuss-Attacken wurde zuletzt auch auf Bundesebene wieder einmal intensiver über ein Verbot solcher Waffen diskutiert. Bislang fanden sich dafür nicht die nötigen Mehrheiten im US-Kongress. Viele Republikaner lehnen eine Verschärfung der Waffengesetze ab. Die Waffenlobby ist in den Vereinigten Staaten sehr mächtig.

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