Narcos Darsteller erscheint zum Prozess gegen El Chapo

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    Surreales Treffen: Alejandro Edda, der in der TV-Serie «Narcos: Mexico» Joaquín «El Chapo» Guzmán verkörpert, besuchte den Prozess gegen den Drogenboss.

    Alejandro Edda
    Der mexikanische Schauspieler Alejandro Edda (l) spricht mit Journalisten vor dem Bundesgericht im Bezirk Brooklyn. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Heute Montag fand ein weiterer Prozesstag im Fall «El Chapo» statt.
    • Der «Narcos»-Darsteller traf dabei erstmals auf den echten Drogenboss.

    Der Schauspieler, der in der TV-Serie «Narcos: Mexico» Joaquín «El Chapo» Guzmán spielt, hat den Drogenboss bei dessen Gerichtsprozess in New York nun auch live erlebt.

    Der Mexikaner Alejandro Edda tauchte heute Montag überraschend zum Prozess auf, wie US-Medien berichteten. Edda nickte Guzmán der «New York Post» zufolge zu, woraufhin der Angeklagte lächelte und winkte. «Er schien glücklich», sagte Guzmáns Anwalt William Purpura, der seinen Mandanten auf den besonderen Gast im Saal hingewiesen hatte.

    Drogenboss Joaquín Guzmán, genannt «El Chapo», wird abgeführt.
    Der Mexikaner Joaquín Guzmán, genannt «El Chapo», steht seit November in New York (USA) vor Gericht.. - Keystone

    Urteilsverkündung noch offen

    Der seit Mitte November laufende Prozess kommt etwas schneller voran als erwartet. Die Staatsanwaltschaft könnte ihre Beweisführung noch diese Woche abschliessen.

    Beide Seiten könnten dann bereits kommende Woche ihre Schlussplädoyers halten. Wie lange die Jury dann für ihr Urteil braucht und wann im Fall einer Verurteilung Guzmáns ein Strafmass verkündet werden könnte, ist offen.

    Surreales Treffen

    Mit Herzrasen und verschwitzten Händen habe er Guzmán in die Augen gesehen, sagte der 34 Jahre alte Edda der «New York Daily News». «Er guckte mich an und winkte mir», beschrieb der aus Mexiko angereiste Edda den «surrealen» Moment. Er traf später auch Guzmáns Frau Emma Coronel sowie Guzmáns Verteidiger. Dem Bericht zufolge sagte Edda, Guzmán sei schuldig und müsse verurteilt werden.

    Der 61-jährige Guzmán hat mehrfach gesagt, dass er seine Lebensgeschichte gern als Buch oder Film nacherzählt sehen würde. Die Serie «Narcos: Mexico» ist seit Mitte November beim Streamingdienst Netflix verfügbar und dreht sich um den Drogenhandel in Mexiko. Derzeit wird in Mexiko-Stadt die zweite Staffel gedreht.

    «Narcos: Mexico» zeichnet die Machenschaften der Drogenkartelle in den 1980er und 90er Jahren in Kolumbien nach.

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