Eklat im Weissen Haus: Selenskyj tappte wohl in Trumps Falle

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    USA,

    Beim Treffen zwischen Trump und Selenskyj eskalierte die Situation. Experten sehen eine geplante Demütigung des ukrainischen Präsidenten.

    Eklat Falle
    Anfang März 2025: Experten vermuten bei dem Eklat im Weissen Haus eine geplante Falle des US-Präsidenten gegen Selenskyj. - keystone

    Der Eklat zwischen US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Weissen Haus sorgt für Aufsehen. Politikexperten vermuten eine inszenierte Falle für Selenskyj.

    Thomas Jäger, Politologe der Universität Köln, sieht in dem Vorfall eine bewusste Strategie. «Da stand der Reality-Star Donald Trump und hat genau das gemacht, was er kann: Vor der Kamera jemanden fertigmachen», erklärt Jäger gegenüber «MDR».

    Der Experte vermutet, Selenskyj sei in eine Falle gelaufen. Trump habe die Erniedrigung geplant, um der US-Bevölkerung zu vermitteln, dass Selenskyj keine weitere Unterstützung verdiene.

    Ungewöhnlicher Ablauf

    Die Anwesenheit von Kameras während des gesamten Treffens war höchst unüblich. Auch dass Vizepräsident Vance zuerst das Wort ergriff, deutet auf eine Inszenierung hin.

    Gemäss «Deutschlandfunk» vermutet Dlf-Korrespondentin Doris Simon ebenfalls eine gezielte Aktion:

    «Wie das Ganze angelegt war, kam es mir eher vor, als solle der amerikanischen Öffentlichkeit präsentiert werden: Da ist der Präsident der Ukraine, der will nicht aufhören mit dem Kriegführen, der will mit uns ein Abkommen machen, damit er weiter Krieg führen kann.»

    Mögliche Konsequenzen

    Gustav Gressel, Militärexperte und Politologe, hält ein Ende der US-Hilfen für die Ukraine für wahrscheinlich. Er sieht Anzeichen für eine Annäherung zwischen den USA und Russland.

    Eklat Falle
    Experten sehen in dem Eklat im Weissen Haus eine Falle von Donald gegen den Ukrainischen Präsidenten. - keystone

    «Selenskyj ist da quasi nur ein unangenehmer Zaungast, der so schnell wie möglich beiseitegeschoben werden soll», so Gressel laut «Deutschlandfunk».

    Europäische Reaktionen

    CDU-Aussenpolitiker Jürgen Hardt bezeichnet den Vorfall als «strategischen Fehler» der US-Führung. Er zeigt sich «entsetzt» und warnt vor positiven Auswirkungen auf den Kreml, berichten «Deutschlandfunk» und «MDR».

    Auch FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann fordert laut «MDR» mehr europäische Eigenständigkeit. «Wir müssen Zähne zeigen», betont sie und kritisiert die «derart unappetitliche» Behandlung Selenskyjs.

    Selenskyjs Haltung

    Trotz des Eklats lehnt Selenskyj eine Entschuldigung ab. Gegenüber «Fox News» räumt er ein, dass das Treffen «nicht gut» verlaufen sei.

    Wolodymyr Selenskyj
    Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj ist in Brüssel zu Gesprächen eingetroffen. (Archivbild) - dpa

    Er sieht die Beziehung zu Trump aber als reparierbar an. Der ukrainische Präsident betont, er wolle die USA nicht als Partner verlieren, fordert jedoch mehr Unterstützung.

    Eine orchestrierte Demütigung

    Rebecca Barth, ARD-Korrespondentin in Kiew, sieht in dem Vorfall eine «orchestrierte Demütigung». Sie warnt in ihrem Kommentar: «Europa sollte daher genau hinschauen, denn das, was dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gestern passiert ist, kann so jedem europäischen Staats- und Regierungschef widerfahren.»

    Glaubst du bei dem Eklat an eine Falle?

    Der Eklat könnte weitreichende Folgen für die internationale Politik haben. Experten mahnen zur Wachsamkeit und fordern eine Neuausrichtung der europäischen Strategie.

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    Kommentare

    User #2896 (nicht angemeldet)

    NOT FUNNY ICH FINDE ES TRAURIG WIE WIR ÜBER MENSCHEN REDEN DIE TÄGLICH IHR LEBEN VERLIEREN KÖNNEN, WEGEN EINEM DER IHNEN LAND UND FREIHEIT WEGNEHMEN WILL. ES HERRSCHT KRIEG, KEINE ZEIT FÜR DEALS ODER SONSTIGE MONOPLOI SPIELCHEN.. SPÄTER JA, ABER WIRKLICH NICHT IN DIESEM ELEND. DANKE FÜR MEHR RESPEKT... GRUSS

    Rigo Ros

    Geplante Demütigung? Wohl kaum! Wenn man weiss, was sich Elendsky die vorangegangenen Tage alles geleistet hat und um was man ihn gebeten, er sich aber einen Deut darum geschert hat, dann ist Trumps Reaktion absolut verständlich.

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