«Daran erinnere ich mich noch»: Biden scherzt über mentalen Zustand

    Keystone-SDA
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    Der US-Präsident Biden reagiert auf Zweifel an seiner mentalen Fitness mit Humor und Entschlossenheit.

    ARCHIV - Joe Biden, Präsident der USA, lacht im State Dining Room des Weissen Hauses in Washington. Foto: Susan Walsh/AP/dpa
    Joe Biden, Präsident der USA, lacht im State Dining Room des Weissen Hauses in Washington. (Archivbild) Foto: Susan Walsh/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Susan Walsh

    Nach seiner zuletzt wütenden Reaktion auf Zweifel an seiner mentalen Fitness hat sich US-Präsident Joe Biden nun bemüht, das Thema betont scherzhaft anzugehen. Bei einer Ansprache in Washington zu Investitionen und Infrastruktur versuchte sich der 81-Jährige am Montag an einem Witz in der für ihn politisch durchaus ernsten Angelegenheit. «Ich weiss, ich sehe nicht so aus, aber ich bin schon eine Weile dabei», sagte der Demokrat und schob nach. «Daran erinnere ich mich noch.» Das Publikum reagierte mit Gelächter und Applaus.

    Am vergangenen Donnerstag hatte die Veröffentlichung eines Ermittlungsberichts in der Affäre um die Aufbewahrung von Geheimdokumente bei Biden für grosses Aufsehen gesorgt, weil der Demokrat in dem Report als tattriger Greis dargestellt wurde – unter anderem als «wohlmeinender älterer Mann mit einem schlechten Gedächtnis», dessen Erinnerungsvermögen «signifikant eingeschränkt» sei.

    Biden war am Donnerstag kurz nach der Veröffentlichung des Berichts sichtlich aufgebracht vor die Presse getreten, um zu beteuern, dass sein Gedächtnis völlig «in Ordnung» sei.

    «Ich meine, ich bin ein älterer Mann, und ich weiss, was zum Teufel ich tue»

    «Ich meine, ich bin ein älterer Mann, und ich weiss, was zum Teufel ich tue», sagte Biden dort unter anderem. Bei dem zornigen Auftritt passierte ihm gleich der nächste peinliche Patzer, nämlich als er den ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi zum Staatschef von Mexiko machte. All das brachte ihm viel Spott ein – und neue politische Attacken der Republikaner.

    Biden ist der älteste US-Präsident aller Zeiten und möchte bei der anstehenden Wahl im November für eine zweite Amtszeit antreten. Sein hohes Alter ist generell das grösste Problem für seine Wiederwahlkampagne, da ihm regelmässig Versprecher und kleine Fauxpas passieren, die politische Angriffsfläche bieten. Dass nun ein Sonderermittler des Justizministeriums in einem offiziellen Bericht Zweifel an der mentalen Verfassung des Präsidenten äusserte, hat besondere Sprengkraft für den Wahlkampf.

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