Biden: USA liefern Israel keine Waffen für Militäroffensive in Rafah

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    Joe Biden will keine Waffen für eine Offensive Israels in Rafah liefern. Bereits zuvor wurde eine Lieferung gestoppt.

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    Joe Biden unterstützt Israel im Krieg. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Joe Biden hat Israel mit Konsequenzen für eine mögliche Rafah-Grossoffensive gedroht.
    • Die USA würden keine Waffen dafür liefern.
    • Biden sagt, die bisherigen Angriffe fänden nicht in Bevölkerungszentren statt.

    US-Präsident Joe Biden hat Israel für den Fall einer grossangelegten Militäroffensive in Rafah im Gazastreifen mit weiteren Einschränkungen bei der Lieferung von Armeeausrüstung gedroht. Falls das Militär für eine Offensive in dicht bevölkerte Teile der Stadt einmarschiere, werde das Konsequenzen bei den Waffenlieferungen haben. Dies sagte Biden in einem Interview des Fernsehsenders CNN, das am Mittwochabend (Ortszeit) ausgestrahlt wurde. Für eine umfassende Invasion werde er nicht die Waffen liefern.

    Die US-Regierung hatte wegen Israels Vorgehen in der Stadt Rafah im Süden Gazas bereits eine Munitionslieferung an die israelischen Streitkräfte zurückgehalten.

    Rafah
    Rauchschwaden steigen über Rafah nach einem israelischen Angriff auf. - keystone

    Israelische Soldaten waren in der Nacht zu Dienstag in Teile Rafahs im Gazastreifen vorgerückt. Die Armee übernahm dort eigenen Angaben nach auch die Kontrolle des Grenzübergangs auf palästinensischer Seite. Der Einsatz in Rafah zielt nach Angaben des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu darauf ab, die verbliebenen Geiseln zu befreien und die Hamas zu zerschlagen.

    Die USA als wichtigster Verbündeter Israels hatten Israels Regierung in den vergangenen Tagen und Wochen immer wieder vor einer grossangelegten Bodenoffensive in Rafah gewarnt. Biden sprach im März von einer «roten Linie».

    Rafah
    Ein israelischer Panzer steht hinter Binnenflüchtlingen in Rafah. - keystone

    Nun argumentierte der US-Präsident, das israelische Militär sei noch «nicht in die Bevölkerungszentren vorgerückt – was sie getan haben, ist direkt an der Grenze».

    Er habe Netanjahu und dessen Kriegskabinett klargemacht, dass sie nicht mit US-Unterstützung rechnen könnten, «wenn sie tatsächlich in diese Bevölkerungszentren gehen». Es sei «einfach falsch» – und die USA könnten dafür nicht die Waffen und Artillerie bereitstellen.

    USA hat Waffenlieferung an Israel zurückgehalten

    US-Verteidigungsminister Lloyd Austin hatte kurz zuvor bestätigt, dass die USA wegen Israels Vorgehen in Rafah bereits eine Munitionslieferung an die israelischen Streitkräfte zurückhalten.

    Die US-Regierung habe von Anfang deutlich gemacht, dass Israel keinen Grossangriff in Rafah starten dürfe, ohne Rücksicht auf die Zivilisten in dem Gebiet zu nehmen und sie zu schützen, sagte Austin. Während die US-Regierung die Lage bewerte, habe man die Munitionslieferung gestoppt. Details nannte er nicht.

    Tausende Bomben zurückgehalten

    Auch das Weisse Haus gab sich sehr zurückhaltend und gab keine Einzelheiten preis. Auf Nachfrage zu entsprechenden Medienberichten, wonach die Lieferung Tausende Bomben umfassen soll, sagte die Sprecherin Karine Jean-Pierre, sie werde diese nicht kommentieren.

    In dem CNN-Interview wurde Biden gefragt, ob mit dem Typ an US-Bomben, deren Lieferung vorerst auf Eis liege, Zivilisten in Gaza getötet worden seien. Biden sagte dazu: «Zivilisten wurden im Gazastreifen infolge dieser Bomben und anderer Methoden, mit denen sie Bevölkerungszentren angreifen, getötet.»

    Biden machte zugleich deutlich, die US-Regierung werde weiter sicherstellen, dass Israel ausreichend militärische Ausrüstung zur eigenen Verteidigung habe, etwa das Raketenabwehrsystems Iron Dome.

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    Kommentare

    User #4776 (nicht angemeldet)

    Gut so! Genozid muss gestoppt werden.

    User #1434 (nicht angemeldet)

    Die ganze Welt am demonstrieren und es hört nicht mehr auf! Studenten auf der ganzen Welt werden mit Gewalt behandelt aber sie geben trotzdem keine Ruhe! Die Bewegung wachst und wachst!

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