Wahlkampf

    Bericht: Biden-Spender halten Millionen für Wahlkampf zurück

    Keystone-SDA
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    USA,

    Spender der Demokraten halten laut einem Bericht 90 Millionen Dollar zurück, solange Joe Biden Kandidat ist. Auch andere Unterstützer fordern den Rückzug.

    Biden
    Biden aber gibt sich kämpferisch und denkt nicht ans Aufgeben. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Eine Spenderorganisation hält 90 Millionen Dollar für den Wahlkampf der Demokraten zurück.
    • Sie wollen das Geld wohl freigeben, sobald sich Joe Biden aus dem Rennen nimmt.
    • Auch andere wohlhabende und berühmte Unterstützer der Partei zweifeln am Präsidenten.

    Einige Spender der Demokratischen Partei sollen einem Medienbericht zufolge Wahlkampfunterstützung in Höhe von schätzungsweise 90 Millionen US-Dollar zurückhalten, solange US-Präsident Joe Biden an der Kandidatur festhält. Die Spender der Biden-Unterstützergruppe «Future Forward» hätten es mitgeteilt, berichtete die «New York Times» unter Berufung auf anonyme Quellen. Diese wollten sich nach Angaben der Zeitung nicht konkreter dazu äussern, um wen es sich bei den Spendern genau handelt.

    Ein Berater von «Future Forward», einem sogenannten Super-Pac, sagte der Zeitung zufolge, dass er davon ausgehe, dass Spender, die ihre Gelder eingefroren hätten, diese wieder freigeben würden, sobald die Ungewissheit geklärt sei. «Future Forward» selbst habe sich nicht äussern wollen.

    Joe Biden
    Joe Biden steht immer mehr unter Druck. - keystone

    Das Kürzel «Pac» steht für politisches Aktionskomitee. Super-Pacs sind Organisationen, die Spenden in unbegrenzter Höhe annehmen und sie zur Werbung für bestimmte Kandidaten oder politische Anliegen verwenden können – auch wenn die Gruppen Kandidaten nicht direkt Gelder zukommen lassen dürfen. Damit ist ihr Einfluss auf den Wahlkampf gross.

    Wahlkämpfe in den USA sind extrem kostspielig. Nur wer das nötige Kleingeld hat, kann sich dauerhaft im Rennen halten – und behaupten.

    Prominente Stimmen machen Druck

    Vergangene Woche gab es bereits Berichte, dass eine wohlhabende Disney-Erbin ihre finanzielle Unterstützung für die Partei so lange zurückhalten wolle, bis Biden sich aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur zurückzieht. Auch wohlhabende Filmstars zählen zu den bedeutenden Spendern der Partei. Für grosse Aufmerksamkeit sorgte daher ein Text von Schauspieler George Clooney in der «New York Times» diese Woche: Er rief Biden auf, sich aus dem Rennen zurückzuziehen.

    Der 81-jährige Biden gibt sich bisher weiter unbeirrt und lässt sich keine Selbstzweifel mit Blick auf seine geistige Fitness anmerken. Seit seinem katastrophalen Auftritt beim TV-Duell gegen den republikanischen Herausforderer Donald Trump haben sich rund 20 demokratische Parlamentarier offen gegen den US-Präsidenten gestellt. Dieser soll beim Parteitag der Demokraten im August offiziell zum Kandidaten der Demokraten für die Präsidentenwahl im November gekürt werden. Die nötigen Delegiertenstimmen dafür hat er bei den Vorwahlen bereits gewonnen. Deshalb kann auch nur er entscheiden, aus dem Rennen auszusteigen.

    Kommentare

    User #5574 (nicht angemeldet)

    Biden ist angezählt und wird nicht mehr viele Runden machen

    User #1736 (nicht angemeldet)

    Das Beste was die Demokraten zu bieten haben.

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