Die Kunst des Loslassens: Wege aus der Vergangenheitsfalle

    Jasmin Hable
    Jasmin Hable

    Auf der Suche nach innerer Freiheit offenbart sich die Kunst des Loslassens als wirkungsvolles Instrument, um sich von der Vergangenheit zu lösen.

    Mentale Gesundheit Gedächtnis
    In der Schweiz leidet mehr als jeder fünfte Erwachsene im Laufe seines Lebens unter mentalen Problemen. - Despositphotos

    Die dunkle Jahreszeit ist da, und für manche eine wahre Last. Oft merken das auch die Erinnerungen an längst vergangene Zeiten, kommen heraus und ziehen alle Aufmerksamkeit auf sich, und den Geist hinunter in diese ganz besondere und belastende Dunkelheit.

    Gut gemeinte Ratschläge von Freunden und Bekannten sind hier zwar nett gemeint, verfehlen aber oft das Ziel.

    Es wird also Zeit, diesen Prozess des ständigen Grübelns endlich zu unterbrechen. Der Weg dorthin ist nicht einfach, ist jedoch der richtige Schritt in Richtung emotionaler Gesundheit.

    Warum wir in der Vergangenheit verharren

    Laut Neurowissenschaftlern verarbeitet unser Gehirn negative und positive Informationen unterschiedlich.

    Negative Ereignisse erfordern mehr Denkprozesse und werden daher gründlicher verarbeitet – sie bleiben uns daher besser im Gedächtnis haften und kommen wiederkehrend an die Oberfläche.

    Psyche Kriegsbilder
    Ständiges Wiedererleben trauriger Erinnerungen sorgt für emotionale Erschöpfung und kann psychische Krankheiten fördern. - Pixabay

    Dieses ständige Wiedererleben trauriger Erinnerungen lässt uns fühlen wie ein Hamster im Rad – egal wie sehr wir uns bemühen, wir kommen nicht vorwärts.

    Emotionale Verbindung zur Vergangenheit redefinieren

    Diese naturgegebenen Prozesse unseres Gehirns können wir erst mal nicht ändern. Aber wir können lernen, aus dem Hamsterrad auszusteigen.

    Dazu müssen wir die emotionale Verbindung zu unserer Vergangenheit kappen, insbesondere zu negativen Erfahrungen. Und wer möchte schon akzeptieren, dass ihn jemand verletzt hat?

    Vergangenes ehren, ohne darin zu versinken

    Der bekannte Autor Eckhart Tolle gibt zu dieser Problematik folgenden Tipp: Schaffen Sie eine Balance zwischen dem Ehren der Vergangenheit und dem Verharren in derselben.

    Suizid
    Gespräche mit anderen helfen dabei, emotionalen Ballast loszuwerden. - pexels

    Anerkennen Sie Fehler und lernen daraus für die Zukunft. Vergeben Sie sich selbst und ebnen sich so den Weg in eine positive Zukunft.

    Um vorwärtszukommen, ist es also wichtig, nicht zu verdrängen, sondern die Beziehung zur Vergangenheit neu zu definieren.

    So beenden Sie das endlose Grübeln – praktische Wege zur Gedankenkontrolle

    Die meisten Menschen können die Vergangenheit nur schwer loslassen, weil sie ihre Gegenwart nicht wertschätzen. Um unsere Beziehung zu unserer Vergangenheit neu zu definieren, müssen wir daher damit aufhören, darüber nachzudenken, wie die Dinge sein sollten.

    Autorin sitzt auf Bank.
    Das ständige Kreisen unserer Gedanken kann ganz schön belastend sein. - Marina Persano

    Vielmehr ist es wichtig, sie so zu akzeptieren, wie sie sind und das Positive in unserer aktuellen Situation zu sehen.

    Loslassen bedeutet nicht vergessen

    Die Vergangenheit loszulassen bedeutet also nicht, dass die Dinge nicht gut waren, solange sie andauerten. Vielmehr geht es darum, sich an die guten Momente zu erinnern, anstatt zuzulassen, dass ein unglückliches Ende unser eigenes Happy End beeinflusst.

    Möchten Sie die Vergangenheit loslassen? Dann beginnen Sie damit, das zu schätzen, was Sie hier und jetzt haben: ein Geschenk des Lebens, das Ihnen niemand nehmen kann.

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