Das bedeutet es, wenn Pferdeaugen tränen

    Kiran Iqbal
    Kiran Iqbal

    Zürich,

    Auch Pferde sind manchmal traurig. Aber tränende Augen deuten keinesfalls auf eine emotionale Belastung hin.

    Pferdeauge
    Manchmal führen Staub und Verschmutzungen zu tränenden Augen bei Pferden. - Depositphotos

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nicht nur wir Menschen, auch Pferde können Tränen produzieren.
    • Bei ihnen deutet das jedoch nicht auf Emotionen hin.
    • Vielmehr sind die Tränen aus gesundheitlichen Gründen gut für die Pferde-Augen.

    Wenn du aus dem Auge eines Pferdes eine Träne kullern siehst, musst du nicht unbedingt besorgt sein. Zwar produzieren auch unsere geliebten Tiere Tränen, aber nicht als Reaktion auf eine seelische Belastung.

    Pferdetränen: Das steckt dahinter

    Obwohl es oft vorkommt, dass Pferdeaugen tränen, ist das emotionale Weinen samt Tränen ein einzigartiges menschliches Phänomen. Diese physiologische Reaktion erfolgt bei uns zum Beispiel, wenn wir uns psychisch belastet fühlen.

    Tatsächlich unterscheiden sich menschliche und «pferdische» Tränendrüsen aber kaum voneinander. Beide produzieren kontinuierlich eine gewisse Menge an Tränen, um die Augen feucht und gesund zu halten.

    Frau mit Pferd
    Normalerweise haben Tränen bei Pferden nichts mit Emotionen zu tun, sondern möglicherweise mit gesundheitlichen Problemen - Depositphotos

    Doch eine Reihe von Faktoren kann die Augen eines Pferdes reizen und so zu vermehrter Tränenproduktion führen. Dazu gehören falsch ausgerichtete Wimpern, Schmutz, Staub oder Insekten.

    Verstopfte Tränengänge

    Wenn die Augen des Tieres ständig tränen, es sich aber ansonsten normal verhält, könnte der Tränengang blockiert sein. Dieser leitet normalerweise überflüssige Tränen in die Nase ab.

    Wenn er jedoch verstopft ist, sammeln sich die Tränen und laufen anschliessend das Gesicht hinunter. Eine Verstopfung des Kanals kann durch Fremdkörper, Schleimansammlungen oder Infektionen entstehen.

    Auch eine Augeninfektion regt die Tränenproduktion an. Schwere Infektionen können sogar dazu führen, dass das Auge anschwillt und Schmerzen verursacht, woraufhin das Pferd gereizt auf Berührungen reagiert.

    Bei Auffälligkeiten Tierarzt aufsuchen

    Wenn du bemerkst, dass dein Pferd mehr tränt als üblich, solltest du unbedingt einen Tierarzt oder eine Tierärztin aufsuchen. Möglicherweise verbirgt sich dahinter eine Erkrankung.

    Pferd
    Um Krankheiten auszuschliessen, sollten Pferdehalter bei Auffälligkeiten den Tierarzt konsultieren. - Depositphotos

    Pferde sind anfällig für traumatische Verletzungen, Hornhautstroma-Abszesse, Lid-Tumore, wiederkehrende Uveitis sowie Katarakte oder Glaukom.

    Auch wenn in den meisten Fällen etwas Harmloses und Behandelbares vorliegt, solltest du deinem Tier immer helfen. So schliesst du aus, dass es zu bleibenden Schäden am Auge kommt.

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    Kommentare

    User #5121 (nicht angemeldet)

    Beim ganzen Artikel ist nur das Wort „normalerweise“ wichtig. Also können Tränen durchaus Schmerz und Gefühle ausdrücken.

    User #3561 (nicht angemeldet)

    Wenn Menschen mit Tieren besser können als mit ihren Mitmenschen. Übel!

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    Mauke

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