5 einwöchige Wanderungen in den Schweizer Bergen
Mehrtägige Wanderungen durch die Alpen – und abends wartet ein richtiges Bett. Diese fünf Vorschläge führen durch die schönsten Ecken der Schweiz.

Das Wichtigste in Kürze
- Entdecke 5 einwöchige Wanderungen in den Schweizer Bergen.
- Erlebe komfortable Übernachtungen und spektakuläre Natur.
- Von Berner Oberland über Graubünden bis ins Wallis.
Jeder, der gerne wandert, weiss es: einen Tag unterwegs zu sein ist toll – aber gleich mehrere Tage über Berg und Tal zu wandern ist schlicht das Grösste. Und wenn dazu noch komfortable Übernachtungen in Berghäusern und Berghotels dazu kommen, mit eigenem Zimmer und Dusche statt Massenlager und Katzenwäsche, dann ist das Wanderglück perfekt.
Hier haben wir 5 der schönsten 5- bis 6-tägigen Wanderungen quer durch die Schweizer Bergwelt zusammengestellt, vom Wallis über das Berner Oberland bis nach Graubünden. Jetzt braucht es nur noch einen Stift, um die Woche in der Agenda zu markieren – und schon kann man sich auf eine einmalige Wanderwoche freuen.
Gut zu wissen: Es gibt oft Alternativen zu den vorgeschlagenen Tagesrouten sowie Abkürzungsmöglichkeiten mit Luftseilbahnen oder Postautos. (Ü) bezeichnet Übernachtungsort; die Hotels sollte man unbedingt reservieren.
Adelboden – Sanetschpass, BE (5 Tage): Best of Berner Oberland
Mit seiner atemberaubend schönen Berglandschaft ist das Berner Oberland zu Recht eine Wanderdestination von Weltruf. Auf dieser 5-Etappen-Tour geht es in den etwas ruhigeren westlichen Teil dieses Gebiet. Auf der Strecke von Adelboden zum Sanetschpass gibt es viel ursprüngliche Natur – ohne dabei «weg vom Schuss» zu sein – mit Passübergängen, Bergseen und auch hübschen Bergdörfern. Und als Trumpf gibt es jeden Tag einen oder gleich mehrere spektakuläre Wasserfälle am Wegrand.

Die Etappen sind kurz bis mittellang, die längsten sind 14 bis 17 Kilometer lang. Es gibt drei Aufstiege zwischen 800 und 1100 Metern, zwei davon lassen sich mit Alternativrouten verkürzen, ein Abstieg von 1340 m ist aber fix. Übernachten kann man die ersten zwei Nächte in Berghäusern, für die letzten zwei Nächte stehen mehrere Hotels in kleinen Bergdörfern zur Auswahl.
Die Wanderung: Adelboden – Engstligenalp (Ü) – Iffigenalp (Ü) – Lauenen (Ü) – Gsteig (Ü) – Sanetschpass. Schwierigkeit maximal T2.
Maloja – Cinuos-chel, GR (5 Tage): Für Feinschmecker und Gletscher-Fans
Das ist die Wanderung für alle, die gerne in einer spektakulären, hochalpinen Landschaft unterwegs sind und gleichzeitig Lust haben, auf gehobenem Niveau zu dinieren. Dazu gehört, dass man nicht in einfachen Berghäusern nächtigt, sondern in komfortablen Hotels mit Sterne-Komfort logiert.

Landschaftlich kostet man hier alle Reize des Oberengadins aus, mit den schönsten Ausblicken auf der Fuorcla Surlej (auf den Piz Bernina) und auf Muottas Muragl (über die Oberengadiner Seen). Die Wanderung ist auch für Leute mit durchschnittlicher Kondition gut machbar: drei Etappen dauern knapp oder etwas über 5 Stunden, die anderen Etappen sind wesentlich kürzer. Die zwei höchsten Aufstiege betragen 940 m und 700 m, die anderen sind deutlich darunter. Ein Abstieg ist mit 1230 m der strengste.
Die Wanderung: Maloja – Val Fex (Ü) – Fuorcla Surlej – Val Roseg (Ü) – Muottas Muragl (Ü) – La Punt (Ü) – Cinuos-chel. Schwierigkeit maximal T2.
Grande Dixence – St. Niklaus, VS (7 Tage): Die kleine Haute Route
Das Wallis ist mit seinen 41 Viertausendern und zahllosen Gletschern der unbestrittene Gipfel-Sieger unter den Schweizer Kantonen. Und wer einen schönen Teil davon sehen will, ist auf diesem 6-tägigen Pässetrek genau richtig. Auf normalen Bergwanderwegen geht es dabei fünf mal auf Pässe auf beinahe 3000 Metern, durch ursprüngliche Täler und zahlreiche, schön erhaltene Dörfer und Weiler.

Aussichten auf jede Menge Drei- und Viertausender sind garantiert, und manchmal grüssen auch die Häupter der ganz Grossen wie Dent Blanche, Weisshorn und Matterhorn. Trotzdem sind die Aufstiege gut machbar: Nur zwei überwinden etwas über 1000 Meter, die anderen liegen alle deutlich darunter. Drei Abstiege liegen etwas über 1000 Höhenmeter; maximal ist man 5 ½ Stunden unterwegs. Übernachten kann man in komfortablen Berghäusern und Berghotels.
Die Wanderung: Grande Dixence – Arolla (Ü) – Les Haudères (Ü) – Grimentz (Ü) – Zinal (Ü) – Hotel Weisshorn (Ü) – Turtmanntal (Ü) – St. Niklaus, Schwierigkeit max. T2, ein kurzer Abschnitt T3.
Niederhorn – Pilatus, BE, OW, LU (5 Tage): Der Moor- und Schratten-Pfad
Auf dem Weg vom Aussichtsberg hoch über dem Thunersee bis zum Panoramaberg hoch über Luzern begleiten einem immer wieder zwei ganz unterschiedliche Landschaften: Moore und Schratten. Nass und weich die einen, steinig und zerklüftet die anderen. Man ist hier zwar in den Voralpen unterwegs, hat aber immer wieder die schönsten Ausblicke auf die Innerschweizer und Berner Alpen. Das ist eine genüssliche Wanderung durch die Voralpen, weg vom grossen Rummel, und doch mit komfortablen Hotels für die Nacht.

Ein weiteres Plus dieser Tour: sie lässt sich oft früher im Sommer und auch noch später im Herbst machen, wenn hoch oben in den Bergen noch oder bereits Schnee liegt. Am letzten Tag steht ein Aufstieg von 1500 Metern an (mit dem Ziel Alpnach statt Pilatus sind es nur 630 Meter). Die Abstiege sind allesamt mässig, die drei längsten betragen 800 bis 900 Meter.
Die Wanderung: Niederhorn – Habkern (Ü) – Kemmeriboden Bad (Ü) – Flühli (Ü) – Heiligkreuz (Ü) – Pilatus. Schwierigkeit maximal T2.
Hinterrhein – Davos Monstein, GR (6 Tage): Die Thermalbad-Tour
Diese 6-tägige Wanderung ist mir ihren vielen Trümpfen für Geniesser kaum zu übertreffen. Die Route führt quer durch das Herz Graubündens, es gibt vier Pässe mit ganz unterschiedlichem Charakter, und für eine wohlige Nacht stehen wunderschöne, einsam gelegene Berghäuser wie auch historische Häuser mit Dreisterne-Komfort bereit.

Das Schönste für müde Muskeln und verspannte Muskeln: gleich drei Thermalbäder warten an den Etappenorten, ideal verteilt an den Abenden des ersten, dritten und fünften Tages. Es gibt fünf Etappen zwischen 5 ½ und 7 ½ Stunden, mit Abkürzungsmöglichkeiten verbleibt eine Etappe von 6 ½ Stunden. Es stehen zwei Aufstiege von knapp 1200 m an, sie lassen sich auf gut 700 respektive 900 m verkürzen. Der längste Abstieg umfasst fast 1700 m, ist jedoch abkürzbar auf 1200 m.
Die Wanderung: Hinterrhein – Vals(Ü) – Safiental (Ü) – Andeer (Ü) – Obermutten (Ü) – Alvaneu (Ü) – Davos Monstein, Schwierigkeit: Meistens T2, der Aufstieg am dritten Tag allenfalls T3.








