Rapsöl, Sonnenblumenöl, Olivenöl: Welches kommt wann zum Einsatz?

    Laura Martin
    Laura Martin

    Bern,

    Ein feines Öl im Salat ist ein Geschmackserlebnis. Generell macht man hier mit dem Griff zu einem guten Olivenöl nichts falsch. Und sonst?

    Olivenöl
    Olivenöl, verfeinert mit Kräutern, verleiht vielen Gerichten das gewisse Etwas. - Pexels

    Das Wichtigste in Kürze

    • Öl ist nicht gleich Öl. Bei der Riesenauswahl lohnt sich etwas Hintergrundwissen.
    • So haben Öle unterschiedliche Rauchpunkte und sind daher unterschiedlich einsetzbar.
    • Mit dem beliebtesten Öl der Schweizer ist man eigentlich immer gut beraten.

    Ja, die Wahl macht den Unterschied. Je nachdem, welches Öl man beim Kochen verwendet, kann das einen erheblichen Einfluss auf das kulinarische Ergebnis haben.

    Doch der Blick ins Regal im Supermarkt sorgt für Verwirrung: Rapsöl, Sonnenblumenöl und Olivenöl stellen nur eine kleine Auslese der zur Verfügung stehenden Produkte dar.

    Und – raffiniert oder kaltgepresst? Als grobe Faustregel lässt sich hierzu schon mal sagen: Kaltgepresste Öle sind eher für die kalte Küche, raffinierte Öle eher für die heisse Küche geeignet.

    Und sonst?

    Rapsöl

    Raffiniert ist Rapsöl weitestgehend geschmacksneutral und auch deshalb vielseitig in der Küche einsetzbar. Ein weiterer Vorteil: Da es einen hohen Rauchpunkt aufweist, eignet es sich gut zum Braten, Grillen und Frittieren. Andere Öle verbrennen leichter bei grosser Hitze.

    Auch beim Kuchenbacken kann man den Teig durchaus mit Rapsöl anrühren oder kneten. Sein weiteres grosses Plus ist sein ernährungsphysiologisch ausgezeichnetes Fettsäurespektrum. Ausgestattet mit einem hohen Gehalt an einfach ungesättigten Fettsäuren, kommt bei ihm noch ein günstiges Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren.

    Rapsfeld
    Daraus entsteht später Rapsöl. - Pexels

    Damit kann es Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Und es ist reich an Vitamin E und Carotinoiden. Beide schützen vor freien Radikalen.

    Passt also wunderbar, dass das Rapsöl das beliebteste Öl der Schweizer ist. Denn offenbar kann man bei seiner Verwendung nicht viel falsch machen. Allerdings ist auch Rapsöl nur in Massen gesund. Öle sind letztlich eben auch Kalorienbomben.

    Sonnenblumenöl

    Ebenfalls grosser Beliebtheit erfreut sich das Sonnenblumenöl. Gewonnen aus Sonnenblumenkernen, zeichnet es sich typischerweise durch einen leicht nussigen Geschmack aus. Die meisten Sonnenblumenöle sind raffiniert, das heisst, die Samen wurden unter Wärmezufuhr gepresst.

    Sonnenblumenöl
    Raffiniertes Sonnenblumenöl eignet sich sehr gut fürs Kochen und Braten. - Pixabay

    Bei der Verwendung gilt Ähnliches wie beim Rapsöl, denn auch Sonnenblumenöl weist einen hohen Rauchpunkt auf. Das macht es beim Kochen ideal für Gerichte, die mit viel Hitze zubereitet werden, wie etwa im Wok. Beim Backen ist ebenfalls nichts gegen seinen Einsatz einzuwenden, letztlich entscheidet man hier nach Gusto.

    Für Salatdressings eignen sich vor allem kaltgepresste Sonnenblumenöle, da sie im Geschmack ein wenig mehr herausstechen. Ausserdem gelten sie aufgrund ihrer durch die Zubereitung bewahrten Nährstoffe als gesünder als die raffinierten Produkte.

    Olivenöl

    Natives Olivenöl Extra ist der Klassiker für den Salat. Seine Fruchtnote macht es dafür besonders beliebt. Zudem ist es am besten für Dressings, Marinaden und das Beträufeln von Gerichten geeignet, die damit verfeinert werden sollen.

    Olivenöl ist in der mediterranen Küche weit verbreitet, wo es auch gerne zum Kochen verwendet wird. Hierzulande schreckt man davor oft zurück.

    Olivenöl
    Olivenöl liefert wertvolle Fette. - Pexels

    Tatsächlich ist es nur bedingt ratsam, vor allem naturtrübes Olivenöl zum (sehr heissen) Braten zu verwenden. Einfach deshalb, weil sich seine Aromastoffe und damit sein charakteristischer Geschmack bei starker Hitze verflüchtigen. Dabei kann ausserdem das teils giftige Acrolein entstehen, das im Verdacht steht, krebserregend zu sein

    Abgesehen davon, ist es aber durchaus in Ordnung, vor allem raffiniertes Olivenöl auch zum Braten oder Kochen zu nehmen. Sein sogenannter Rauchpunkt liegt bei ca. 200°C.

    Gesund ist Olivenöl auch. So gilt etwa seine spezielle Zusammensetzung verschiedener Fettsäuren als besonders gut fürs Herz-Kreislauf-System.

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