Gefährliche Strassen in der Schweiz

    Daniel Huber
    Daniel Huber

    Bern,

    Die Schweiz verfolgt mit Via sicura das Ziel, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Zahl der Verkehrstoten und -verletzten zu reduzieren.

    Sustenpass
    Der Pass ist eine beliebte Motorradstrecke. - Norbert Aepli

    Die Schweiz geniesst den Ruf eines Landes mit hoher Verkehrssicherheit. Tatsächlich verzeichnet sie im europäischen Vergleich eine der niedrigsten Raten an Verkehrstoten.

    Dennoch ereignen sich auch hierzulande immer wieder Verkehrsunfälle mit teils schwerwiegenden Folgen. In diesem Artikel untersuchen wir die Verkehrssicherheit auf Schweizer Strassen, analysieren Unfallursachen und -orte und beleuchten Massnahmen zur Verbesserung der Sicherheit.

    Verkehrsunfallstatistik in der Schweiz

    Im Jahr 2023 ereigneten sich in der Schweiz insgesamt 53'470 Strassenverkehrsunfälle. 18'254 davon waren Unfälle mit Personenschaden, bei denen 236 Menschen getötet, 4'096 schwer und 17'404 leicht verletzt wurden. Insgesamt wurden somit 21'500 Personen verletzt.

    Kollision auf Zugerstrasse
    Heftige Kollision auf der Zugerstrasse in Baar. - Zuger Polizei

    Obwohl die Zahl der Verkehrstoten im Vergleich zu den 1970er Jahren stark zurückgegangen ist, stagniert sie seit einigen Jahren auf hohem Niveau. Gleichzeitig ist die Zahl der Schwerverletzten in den letzten Jahren gestiegen und erreichte 2023 mit 4'096 Personen den höchsten Stand seit zehn Jahren.

    Dieser Trend verdeutlicht die Notwendigkeit, die Anstrengungen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit weiter zu verstärken, insbesondere im Hinblick auf die Vermeidung schwerer Verletzungen.

    Personenschaden

    Die meisten Unfälle mit Personenschaden ereignen sich innerorts, während ausserorts und auf Autobahnen deutlich weniger Unfälle passieren. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Verteilung der Unfälle nach Unfallort:

    Unfallort: Innerorts

    Anzahl Unfälle: 12'111

    Unfallort: Ausserorts (ohne Autobahn)

    Anzahl Unfälle: 4'641

    Unfallort: Autobahn

    Anzahl Unfälle: 1'502

    Betrachtet man die Unfallzahlen nach Kantonen, so zeigt sich, dass im Kanton Zürich mit 3'533 Unfällen die meisten Verkehrsunfälle registriert wurden, gefolgt vom Kanton Bern mit 2'547 Unfällen.

    Ein Unfall auf der Aathalstrasse. - Kantonspolizei Zürich

    Die meisten Verkehrstoten gab es im Kanton Waadt (34 Tote). In städtischen Gebieten ereignen sich erwartungsgemäss die meisten Unfälle mit Personenschäden. Zürich liegt dabei vor Genf an der Spitze.

    Unfallursachen

    Fehlerhaftes Verhalten von Verkehrsteilnehmenden ist die Hauptursache für Verkehrsunfälle in der Schweiz. Im Jahr 2023 ereigneten sich 39'015 Unfälle aufgrund von Fehlverhalten, davon 14'848 mit Personenschaden. Zu den häufigsten Fehlverhalten zählen:

    - Missachtung der Vortrittsregeln

    - Überholen

    - Nichtbeachten von Lichtsignalen

    - Nichtbeachten der Signalisation

    - Unaufmerksamkeit und Ablenkung

    - Fehlerhaftes Fahren

    Gefährliche Strassenabschnitte

    Eine Karte des Bundesamts für Strassen (Astra) zeigt, dass sich schwere und tödliche Unfälle gehäuft in bevölkerungsreichen Gebieten ereignen. Genf und Zürich weisen gemessen an der Einwohnerzahl die höchsten Unfallraten auf.

    In Zürich sind insbesondere Verbindungstrassen wie die Aathalstrasse oder die Zugerstrasse über den Hirzel unfallanfällig. Die hohe Verkehrsdichte, die komplexe Infrastruktur und das Zusammenspiel verschiedener Verkehrsmittel in städtischen Gebieten tragen zu diesem erhöhten Unfallrisiko bei.

    Auch auf Passstrassen wie dem Sustenpass kommt es immer wieder zu schweren Unfällen.

    Sustenpass
    Der Sustenpass ist durchzogen von in den Berg gehauenen Tunnelsystemen. - Pixabay

    Hier spielen neben der anspruchsvollen Streckenführung oft auch überhöhte Geschwindigkeit und mangelnde Fahrerfahrung eine Rolle.

    Autobahn besonders sicher

    Neben dem Unfallort spielt auch die Strassenart eine Rolle. So ereignen sich 95 % aller Unfälle mit Todesopfern und Schwerverletzten nicht auf der Autobahn.

    Unfallstelle Autobahn N13
    Eine Unfallstelle auf der Autobahn N13 bei Trimmis Richtung Landquart. - Kantonspolizei Graubünden

    Autobahnen sind in der Regel übersichtlicher und bieten bessere Sicherheitsvorkehrungen als inner- und ausserörtliche Strassen.

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    Kommentare

    User #4587 (nicht angemeldet)

    So so die Strassen sind schuld an den Unfällen. Ich würde eher glauben die abgelenkten und gestressten Patienten die sich auf den Straßen bewegen könnten schuld sein.

    User #6296 (nicht angemeldet)

    Die sind nicht gefährlich mann mus nur das Hirn einschalten beim Auto fahren ❗️❗️❗️

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