Von Schoggi bis Blumen: Wie Weinaromen zustande kommen

    Maike Lindberg
    Maike Lindberg

    Manche Weine locken mit besonders extravaganten Aromen. Aber beinhalten Weine wirklich Gewürze, Schokolade oder sogar Blumen? Wir klären auf.

    Rotwein
    Ein guter Wein ist Geschmacksache. - Depositphotos

    Wir alle haben sie schon gehört, die schillernden Beschreibungen von Weinen, die mit Noten von Schokolade, Gewürzen und Blumen aufwarten. Aber was bedeuten diese Begriffe eigentlich?

    Sind tatsächlich Kakao und Nelken in unserem Bordeaux versteckt? Um es kurz zu machen: Nein.

    Wenn Weinkenner über Aromen wie Gewürze, Schokolade oder Blumen in einem Wein sprechen, meinen sie nicht buchstäblich diese Zutaten. Ausnahme sind natürlich Fruchtweine, aber lassen Sie uns bei den Trauben bleiben.

    Unsichtbare Geschmacksträger

    Anstatt echte Gewürze oder Schokolade hinzuzufügen, versucht man, durch solche Worte vielmehr komplexe aromatische Verbindungen zu beschreiben. Diese werden auch «Ester» genannt.

    Sie geben dem Wein seinen Charakter und kommen natürlich in Trauben vor. Ausserdem entstehen sie beim Reifen im Eichenfass.

    Weinfässer
    Aromen entstehen auch während der Reifung des Weins. - Depositphotos

    Diese Ester sind oft identisch mit denen aus verschiedenen Lebensmitteln. Daher können Weinkenner oft dieselben chemischen Verbindungen identifizieren und beschreiben.

    Der individuelle Geschmack zählt

    Weingenuss ist eine subjektive Erfahrung. Menschen unterscheiden sich in ihrer Wahrnehmung und Beschreibung eines Weines.

    Einige Noten können sehr persönlich sein, denn sie haben einen fast nostalgischen Charakter. Andere wiederum sind weniger speziell und finden daher grossen Anklang bei einer breiten Masse.

    Am Ende geht es darum, was Ihnen schmeckt.

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