Die Coronavirus-Pandemie hat das öffentliche Leben zum zweiten Mal im Jahr 2020 massiv einschränkt.
Die Vierschanzentournee startet in Oberstdorf. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Die Vierschanzentournee startet in Oberstdorf. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Wie funktioniert die Tournee im Lockdown?

Nun soll die Vierschanzentournee in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen sowie den beiden Österreich-Gastgebern Innsbruck und Bischofshofen planmässig über die Bühne gehen.

Wie funktioniert die Tournee im Lockdown?

LEERE STADIEN:

20.000 Fans, 25.000 Fans, 28.000 Fans: Normalerweise sind Tournee-Springen Massenveranstaltungen. Doch wie in vielen anderen Sportarten dürfen auch an den vier Tournee-Schanzen in diesem Winter keine Zuschauer dabei sein. Bundestrainer Stefan Horngacher sagte, man sei dankbar, dass man in Corona-Zeiten springen könne. Man könne «die Faszination unseres Sports via Fernsehbild in die Welt hinaustragen und mit spannenden Wettkämpfen für tolle Momente und Gänsehaut sorgen», sagte der Österreicher.

HYGIENEKONZEPTE DES WELTVERBANDES:

Nach Ausbruch der Pandemie im März hatte der Weltverband Fis rund acht Monate Zeit, um sich auf die speziellen Corona-Bedingungen vorzubereiten. Angeführt vom neuen Rennleiter Sandro Pertile entwickelte die Fis ein Konzept, das die Isolierung der Sportler in einer Blase und Charterflüge für die Teams vorsieht. Der Positivtest des Deutschen Karl Geiger und Infektionen bei nahezu dem kompletten Skisprung-Team aus Österreich zeigen, wie schwierig die Situation bleibt.

REGELMÄssIGE TESTUNG DER BETEILIGTEN:

Die Springer werden den kompletten Weltcup-Winter regelmässig getestet. Bei der Tournee steht vor Oberstdorf und in Oberstdorf ein Test an, auch in Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck soll getestet werden. Der Test in Bischofshofen dient dann bereits für das folgende Weltcup-Wochenende in Titisee-Neustadt. Auch Journalisten, die in reduzierter Anzahl vor Ort arbeiten dürfen, werden bei dem Event regelmässig auf das Virus getestet.

STUDIOSENDUNGEN STATT EXPERTEN VOR ORT:

Frühere Weltklasse-Skispringer gehören bei der Tournee als Experten normalerweise zum festen Bestandteil. Diesmal aber werden Sven Hannawald (ARD) und Martin Schmitt (Eurosport) coronabedingt aus den jeweiligen Fernsehstudios in Köln und München berichten und nicht an den Schanzen vor Ort sein.

Mehr zum Thema:

Coronavirus