Als Schüler spielte Musiala im Wembley – als Pausenfüller. Am Dienstag im Achtelfinal der Euro 2020 geht es für den Deutsch-Engländer dann um alles.
Kickte schon als Elfjähriger in Wembley: DFB-Youngster Jamal Musiala. Foto: Christian Charisius/dpa
Kickte schon als Elfjähriger in Wembley: DFB-Youngster Jamal Musiala. Foto: Christian Charisius/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • In einer Halbzeitpause kickte Jamal Musiala bereits im Wembley-Stadion.
  • Der jüngste DFB-Turnierspieler wuchs lange Zeit in England auf.
  • Dort liege der Fokus bei der Ausbildung von Fussballern mehr auf der Technik.

Als Elfjähriger hat Jamal Musiala schon auf dem heiligen Wembley-Rasen gekickt: Als Pausen-Füller mit der Auswahl seiner damaligen Primary School Corpus Christi.

«Wir haben beide Spiele gewonnen. Ich hoffe, jetzt folgt der nächste Sieg», sagt der Wanderer zwischen den Welten England und Deutschland. «Wenn du elf Jahre alt bist, kommt dir jedes Stadion riesig vor. Aber Wembley ist, glaube ich, auch heute noch für jeden aussergewöhnlich», berichtet Musiala im neuen DFB-Magazin.

Euro 2020  Deutschland
Jamal Musiala gab bei der Euro 2020 als jüngster Deutscher sein Turnierdebüt. - dpa

Der ganz grosse Unterschied: Jetzt ist Musiala, gerade 18, als Hauptdarsteller auf der Bühne der Euro 2020 dabei.

Für den Bayern-München-Profi ist das Achtelfinal am Dienstag natürlich «kein Spiel wie jedes andere», wie er einräumt: «England ist mein zweites Zuhause. Ich habe da einige Jahre gelebt und mich wohlgefühlt, kenne viele Menschen, habe viel gelernt.»

Euro 2020: «Bambi» will sich vor seinen Freunden beweisen

In Stuttgart geboren, in Fulda mit dem Fussball begonnen, im Alter von sieben Jahren mit seiner Familie nach England gezogen. Beim FC Chelsea ausgebildet, seit 2019 beim FC Bayern – Musiala hat von beiden Lebensräumen profitiert. Das will «Bambi», wie ihn seine Mitspieler nennen, nun vor den Augen seines Vaters und einiger Freunde beweisen.

Schaltet Deutschland die Engländer im Achtelfinal der Euro 2020 aus?

«Ich kann sagen, dass in England bei der Ausbildung von Fussballern viel Wert auf die technische Ausbildung gelegt wird.» Dies berichtete der Offensivspieler, der gegen Ungarn zum jüngsten deutschen Turnierspieler und zum Vorlagengeber für das wichtige 2:2 avancierte.

«Als ich dann nach Deutschland kam, ging es mehr um den Wettbewerb, darum, sich durchzusetzen. Es ging mehr ums Gewinnen.» Wie jetzt in Wembley.

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