Neun Prozent der Deutschschweizer haben keine engen Freundschaften
Fast jede zehnte Person in der Deutschschweiz hat keine engen Freundschaften.

Das Wichtigste in Kürze
- Fast jede zehnte Person in der Deutschschweiz pflegt keine engen Freundschaften.
- Männer, über 55-Jährige und Nicht-Erwerbstätige sind besonders häufig betroffen.
- Als wichtigste Werte einer Freundschaft gelten Verlässlichkeit und Vertrauen.
Fast jede zehnte Person in der Deutschschweiz hat keine engen Freundinnen oder Freunde. Betroffen sind vor allem Männer, ältere und nicht erwerbstätige Personen, wie eine repräsentative Umfrage des Onlinemediums «Watson» zeigt.
Mit einem Anteil von zehn Prozent gaben Männer häufiger an als Frauen, keine engen Freundschaften zu pflegen. Bei den Frauen lag dieser Wert laut den am Sonntag veröffentlichten Resultaten bei sieben Prozent.
Auch das Alter spielte demnach eine entscheidende Rolle: Je älter, desto eher fehlen die engen Freundschaften. Bei den über 55-Jährigen lag der Anteil bei 13 Prozent, während er bei den 15- bis 34-Jährigen nur vier Prozent betrug.
Weiter haben Nicht-Erwerbstätige häufiger keine engen Freundschaften als Erwerbstätige. Was sich mit einer weiteren Erkenntnis der Umfrage deckt: Freundschaften entstanden laut den Befragten am häufigsten am Arbeitsplatz (58 Prozent), gefolgt von der Kindheit und Schulzeit (56 Prozent).
Mehrheit zufrieden mit ihren Freundschaften
Mit 56 Prozent war die Mehrheit der Befragten zufrieden mit ihren Freundschaften – wobei die Zufriedenheitswahrscheinlichkeit mit der Anzahl Freundschaften zunahm. Was die Grösse des engen Freundeskreises betrifft, gab je ein knappes Drittel an, eine bis drei beziehungsweise vier bis sechs enge Freundschaften zu pflegen.
Als wichtigste Aspekte einer Freundschaft nannten die Teilnehmenden Verlässlichkeit und Vertrauen (79 Prozent). An zweiter Stelle folgte die Verbundenheit auch ohne häufigen Kontakt (77 Prozent). Bei den Frauen wünschten sich 83 Prozent zudem emotionale Unterstützung, was für 58 Prozent der Männer eine Rolle spielte.

Watson führte die Erhebung in Zusammenarbeit mit dem Umfrageinstitut Demoscope zwischen dem 29. April und dem 6. Mai durch. Insgesamt 5562 Personen aus der Deutschschweiz nahmen daran teil.







