Wie die Stadt Wetzikon mitteilt, prüft der Stadtrat weitere Kommunikationskanäle für Publikations- und Vernetzungsplattform der Stadt.

Besteht bei den wichtigsten Stakeholdern der Wetziker Organisationen das Bedürfnis einer weiteren Publikations- und/oder Vernetzungsplattform? Diese Frage stellte sich bei der Überarbeitung des Kommunikationskonzepts der Stadt Wetzikon.

Der Stadtrat ging der Frage im Rahmen eines Mitwirkungsprozesses nach. Dabei zeigte sich, dass trotz der bereits bestehenden Kommunikationskanälen Optimierungspotenzial vorhanden ist. Der Stadtrat wird sich nun vertieft mit den beiden präsentierten Konzepten auseinandersetzen.

Der Stadtrat hat im März 2021 das Kommunikationskonzept der Stadt Wetzikon verabschiedet. Im Zuge der Überarbeitung des Kommunikationskonzepts entschied sich der Stadtrat ebenfalls für eine Bedürfnisanalyse in Form eines Mitwirkungsprozesses. Dieser sollte klären, inwiefern bei den wichtigsten Stakeholdern der Wetziker Organisationen das Bedürfnis einer weiteren Publikations- und/oder Vernetzungsplattform besteht.

Neue Kanäle für Stadt und Bevölkerung

Anfang Juni fand die Bedürfnisanalyse unter Einbezug der Anspruchsgruppen in Form eines World Cafés statt. Konkret wurden zwei mögliche neue Kommunikationskanäle diskutiert – das Konzept eines «Stadtmagazins» und eines «Digitalen Dorfplatzes». Ein «Stadtmagazin» würde der Stadt Wetzikon die Möglichkeit bieten, ihre Informationen in einem redaktionell betreuten Medium über verschiedene Kanäle zu verbreiten (Website, App, Print).

Der Bevölkerung wiederum würde ein zusätzlicher Medienkanal zur Verfügung stehen, auf dem das politische und gesellschaftliche Leben in Wetzikon abgebildet wird – sei es als redaktionelle Berichterstattung oder als Plattform für Vereine, Parteien und andere Organisationen. Der «Digitale Dorfplatz» ist eine lokale Kommunikations- und Vernetzungsplattform – eine Art «Facebook» für Gemeinden, Städte und Regionen.

Auf der interaktiven App können Behörden und Verwaltungen die Bevölkerung direkt erreichen und den Einwohnerinnen und Einwohnern gleichzeitig einen digitalen Ort des Austauschs bieten. Seien es Neuigkeiten aus den Vereinen, eine zentrale Agenda, der Abfallkalender mit Push-Funktion oder Gruppen, in denen sich Gleichgesinnte zusammenschliessen können: Mit dem «Digitalen Dorfplatz» hätte Wetzikon eine zentrale, digitale Plattform für das Stadtleben.

«Stadtmagazin» und «Digitaler Dorfplatz» auf dem Prüfstand

In den angeregten Gruppendiskussionen zeigte sich, dass sowohl der Ansatz «Stadtmagazin»als auch der «Digitale Dorfplatz» bei der Mehrheit der Anwesenden auf Interesse stiessen. Beim «Stadtmagazin» wurde die Aussicht auf eine redaktionelle Publikation nur für die Stadt Wetzikon positiv aufgenommen. Auch der Mix aus gedruckter Publikation und digitaler Erweiterung mit Website und App überzeugte. Ein Fragezeichen setzten die Anwesenden hinter die Finanzierbarkeit einer Redaktion, welche diese professionellen Ansprüche auch erfüllen kann.

Der «Digitale Dorfplatz» fand besonders bei den Vereinen Zuspruch. Als Chance sahen sie vor allem die zentrale Plattform für Termine sowie die kostenlose Verbreitung von Vereinsmeldungen direkt an ihre Zielgruppen. Die Voraussetzung für einen funktionierenden «Digitalen Dorfplatz» ist allerdings, dass sich genügend Interessierte auf der Plattform anmelden. Zahlreiche Anwesende äusserten sich kritisch, ob dies in Wetzikon gelingen würde.

Beide Optionen werden weiter geprüft

«Mit diesem breit angelegten Mitwirkungsprozess liegt dem Stadtrat eine umfassende Bedürfnisanalyse vor», sagt Stadtpräsident Ruedi Rüfenacht. «Es zeigte sich deutlich, dass für beide Kommunikationskanäle noch weitere Abklärungen notwendig sind.» Der Stadtrat wird die Resultate und Erkenntnisse aus dem Workshop nun vertieft analysieren und beide Möglichkeiten weiter prüfen. Sobald das weitere Vorgehen vorliegt, wird die Öffentlichkeit wieder darüber informiert.

Mehr zum Thema:

Facebook