Die Wohnungswirtschaft fordert zur Umsetzung der Klimaziele mehr Fördermittel von der neuen Bundesregierung.
Baustelle in München
Baustelle in München - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Wohnungswirtschaft steht vor «Herkulesaufgabe».

«Damit die extrem ambitionierten Klimaziele beim Wohnen sozial verträglich umgesetzt werden können, brauchen wir ein neues, langfristiges Versprechen für bezahlbare Mieten», erklärte der Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW und Vorsitzende der «Initiative Wohnen.2050» (IW.2050), Axel Gedaschko, am Montag. Der Fokus müsse auf CO2-Einsparungen liegen, zeitliche Herausforderungen müssten von der Politik anerkannt und regulatorische Rahmenbedingungen angepasst werden.

Ein Viertel mehr an CO2-Einsparungen, ein Sechstel weniger Zeit, gleichzeitig bezahlbaren Wohnraum erhalten und neu schaffen: Die Wohnungswirtschaft stehe vor einer «Herkulesaufgabe», erklärte die GdW weiter. Im Rahmen der im Jahr 2020 gegründeten Branchen-Allianz IW.2050 steckten derzeit die meisten Wohnungsbauunternehmen noch in der Entwicklung ihrer entsprechenden Strategien.

Um das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen, forderte die GdW eine Klima-Förderung, die über die derzeitige Bundesförderung für energieeffiziente Gebäude (BEG) hinausgehe. Laut GdW seien jährlich zusätzlich fünf Milliarden Euro notwendig, um bereits vermietete Wohnungen energieeffizienter zu machen, ohne die Mieter übermässig zu belasten. Diese finanziellen Mittel müssten ausserdem langfristig gesichert sein, forderte die GdW. Darüber hinaus müssten bestehende regulatorische Hemmnisse abgebaut und auch neue Technologien in die Lösungsfindung einbezogen werden.

Mehr zum Thema:

Euro