Der Telekommunikationskonzern Vodafone kommt auf seinem Klimakurs voran. Ab dem 1. Juli beziehe man in Europa ausschliesslich Strom aus erneuerbaren Quellen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.
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Der Telekommunikationskonzern Vodafone kommt auf seinem Klimakurs voran. Ab dem 1. Juli beziehe man in Europa ausschliesslich Strom aus erneuerbaren Quellen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Hierbei geht es um Strom für die Bereiche Mobilfunk und Festnetz sowie die Rechenzentren, Büros und Shops.

Es geht um zwölf europäische Staaten, darunter Italien, Spanien und die Türkei. In Deutschland ist das schon seit dem vergangenen Jahr der Fall. In Afrika und Indien, wo Vodafone ebenfalls präsent ist, soll die Umstellung bis 2025 erfolgen.

Bei Vodafone lag der Ökoanteil am Stromverbrauch des Unternehmens in Europa im Geschäftsjahr 2019/20 (bis Ende März) noch bei 33 Prozent und im Geschäftsjahr 2020/21 schon bei 80 Prozent. Ab Juli sind es planmässig 100 Prozent.

Dort, wo Vodafone nur Mieter ist und Strom über den Vermieter bezieht - etwa in Shops in Einkaufszentren - kann es allerdings noch passieren, dass die genutzte Energie in Kohlekraftwerken und anderen konventionellen Anlagen erzeugt wurde. Diesen Anteil gleicht Vodafone mit dem Kauf von Erneuerbaren-Zertifikaten aus und wird somit rechnerisch «grün». Bei solchen Herkunftsnachweisen fliesst Geld in Klimaschutzprojekte, die hierbei erzielten CO2-Einsparungen kann der Käufer dann in seine eigene Klimabilanz einrechnen.

Albanien ist bei Vodafones Grünstrom-Weste ein Sonderfall: Bei der dortigen Vodafone-Tochtergesellschaft wird sogar ein Drittel des gesamten Stromverbrauchs über Zertifikate kompensiert.

Im Internetzeitalter wird der Bedarf an Datenübertragung immer grösser, bei Vodafone stieg der Mobilfunk-Datenverkehr im vergangenen Geschäftsjahr nach Firmenangaben um fast die Hälfte. Dank energieeffizienter Technologien blieb der Energieverbrauch von Vodafone «weitgehend unverändert», wie es die Firma formuliert. Das liegt unter anderem daran, dass der neueste Mobilfunkstandard 5G deutlich weniger Strom braucht als seine Vorgängertechnologien.

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