In der Schweiz sind in den ersten neun Monaten 2021 zwar mehr Nutzfahrzeuge auf den Strassen zugelassen worden als im Vorjahr. Der Mangel an Mikrochips verhindert aber, dass sich der Markt aus dem Pandemie-Tief befreien kann.
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Mikrochips von Samsung Electronics. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Insgesamt wurden von Januar bis September 31'958 neue Sachen- und Personentransportfahrzeuge in der Schweiz und in Liechtenstein immatrikuliert.

Das entspricht einer Steigerung von 13,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie der Branchenverband Auto-Schweiz am Montag mitteilte.

Den stärksten Zuwachs wurde mit 26,9 Prozent auf 6887 Neuzulassungen bei den Personentransportern verzeichnet. Dabei ging das Gros (6263) der Immatrikulationen auf das Konto der Wohnmobile. Diese seien entgegen dem allgemeinen Trend während der Covid-19-Pandemie stärker nachgefragt worden als vor Ausbruch der Pandemie, heisst es weiter.

Bei den leichten Nutzfahrzeugen wurden von Januar bis September 22'295 Immatrikulationen (+11,1%) verzeichnet. Zur Jahresmitte lag das Plus jedoch noch bei 21,1 Prozent. Demnach hat sich das Wachstum im Vergleich zum pandemiebedingten Markteinbruch 2020 verlangsamt. Auto-Schweiz führt dies auf die Chipkrise zurück, was sich in längeren Wartezeiten bei den Nutzfahrzeugen niedergeschlagen hat.

Bei den schweren Nutzfahrzeugen beträgt das Plus nach drei Quartalen 2,1 Prozent auf 2776 Inverkehrsetzungen. Vor zwei Jahren hatte das Marktniveau nach neun Monaten allerdings noch bei 3397 Immatrikulationen gelegen. Von einer Markt-Normalisierung könne also noch lange keine Rede sein, schreibt Auto-Schweiz.

Zusammen mit den 180'073 Personenwagen sind in den ersten neun Monaten des Jahres 2021 in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein insgesamt 212'031 neue Motorfahrzeuge in Verkehr gesetzt worden. Im Vergleich zur Vorjahr stellt dies ein Plus 10,6 Prozent dar.