Fast 40 Prozent der Badenden schwimmen im Fluss ohne Auftriebshilfe
Fast 40 Prozent der Badenden sind in Flüssen ohne eine Auftriebshilfe unterwegs. Besonders ältere Erwachsene schwimmen ohne Schwimmboje und sind überdurchschnittlich oft alleine unterwegs, wie eine Erhebung der Beratungsstelle für Unfallverhütung zeigt.

Jede fünfte Person geht laut der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) allein ins Wasser. Bei den über 64-Jährigen sogar fast jede dritte Person. Ohne Auftriebshilfe allein schwimmen gehen, erhöhe das Risiko. Bei plötzlich auftretenden gesundheitlichen Problemen fehle oft schnelle Hilfe. Auftriebshilfen können laut BFU notfalls über Wasser halten und Ertrinkungsfälle verhindern. Sie sind gut sichtbar und halten zudem Handy, Schlüssel oder andere persönliche Gegenstände trocken.
Das Mitführen einer Schwimmboje sei mit dem Sicherheitsgurt im Auto oder dem Skihelm vergleichbar, so die BFU. Die Hürde liege nicht im praktischen Aufwand, sondern in der fehlenden Gewohnheit.
In der Schweiz ertrinken pro Jahr durchschnittlich 50 Menschen, die Hälfte davon in Seen und Flüssen. Viele Betroffene gingen plötzlich unter, obwohl sie schwimmen könnten, schrieb die BFU.
Männer machen rund 83 Prozent der Todesfälle aus. Bei den 15- bis 35-Jährigen sowie Personen ab 65 Jahren ist die Zahl der Ertrinkungsfälle besonders hoch.






