Strassenschilder im Dorf «Fucking» bereits in «Fugging» geändert

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Österreich,

Das 100-Seelen-Dorf «Fucking» wird am 1. Januar offiziell in «Fugging» umgetauft. Doch die Namensschilder des österreichischen Ortes wurden schon ausgetauscht.

Ein Strassenschild in dem Dorf Fucking
Ein Strassenschild in dem Dorf Fucking - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Der österreichische Ort «Fucking» tauft sich in «Fugging» um.
  • Die obszöne Bedeutung des Ortsnamens im Englische hatte immer wieder Touristen angezogen.
  • Noch vor der offiziellen Umbenennung wurden die Ortsschilder ausgetauscht.

Die Schilder in dem österreichischen Dorf «Fucking» sind schon ausgetauscht geworden – obwohl der Namenswechsel des Ortes noch etwas dauert. Erst am 1. Januar 2021 soll das 100-Seelen-Dorf offiziell in «Fugging» umbenannt werden. Mit der Aktion will die Gemeinde ihren ungewollten Ruhm loswerden. Wegen der obszönen Bedeutung des Ortsnamens im Englischen hatten sich in der Vergangenheit zahlreiche Touristen über das Dorf lustig gemacht.

«Es wurde unerträglich, die Leute haben uns den Stinkefinger gezeigt», sagte eine ältere Bewohnerin über die fremden Besucher. Den Menschen im Dorf sei die im November beschlossene Namensänderung nicht leicht gefallen. «Wir haben es nicht gerne gemacht, es kostet Geld, aber wir hatten keine andere Möglichkeit», sagte sie der Nachrichtenagentur AFP. Regelmässig sei der Ort von Touristen aufgesucht worden. Die Besucher hätten die Ortsschilder als Souvenirs gesehen und gestohlen.

Fotos mit Ortsschild

Viele Bewohner sahen die Namensänderung als letzten Weg, um sich dem ungewollten Ruhm entziehen zu können. Insbesondere englischsprachige Touristen suchten den 350 Kilometer östlich von Wien gelegenen Ort in der Vergangenheit immer wieder auf. Sie liessen sich am Ortsschild von Fucking fotografieren und nahmen dabei teils obszöne Posen ein, bevor sie die Bilder auf Internetplattformen veröffentlichten.

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Spässchen mit dem Ortsschild von Fucking: Die Bewohner sind es leid. - AFP/Archiv

Sogar ein Bier kam auf den Markt, gebraut von einer Firma in Deutschland. Der Name des Biers: «Fucking Hell».

Einige der zumeist katholischen Bewohner befürchteten zuletzt, dass in Anspielung an den Begriff «Fucking» bald ein Bordell im Ort entstehen könnte. Ob die Namensänderung den Einwohnern die ersehnte Ruhe bringen wird, muss sich noch zeigen. Einige der neuen Ortsschilder wurden über Nacht bereits übermalt, zu lesen war dann wieder der alte Name.

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