Der Bundespräsident Alexander Van der Bellen schaltet sich in Österreichs Regierungskrise ein. Am Donnerstag sollen Gespräche weitere Gespräche folgen.
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Alexander Van der Bellen, Bundespräsident von Österreich, nimmt die Regierung in die Pflicht. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Bundespräsident Alexander Van der Bellen setzt sich bei der Regierungskrise ein.
  • Am Donnerstag und Freitag sollen weitere Gespräche folgen.
  • Mitstreiter von Kurz sind im Verdacht Berichtserstattungen erkauft zu haben.

In die Regierungskrise in Österreich schaltet sich nun auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen ein. Das Staatsoberhaupt werde am Donnerstag und Freitag mit den Chefs aller Parlamentsparteien sprechen. Dies teilte die Präsidentschaftskanzlei der österreichischen Nachrichtenagentur APA mit.

Den Auftakt am Donnerstagnachmittag machen der grüne Vizekanzler Kogler und der unter Korruptionsverdacht stehende Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP).

Später sei SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner zu Van der Bellen gebeten. Am Freitag folgen die Chefin der liberalen Neos und der Chef der rechten FPÖ, Beate Meinl-Reisinger und Herbert Kickl. Der Bundespräsident werde keine Statements abgeben.

Verdacht gegen Mitstreiter von Kurz

Laut Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) stehen enge Mitstreiter von Kurz im Verdacht. Ihnen wird vorgeworfen sich wohlmeinende Berichterstattung in einem Medienunternehmen erkauft zu haben. Dies um Kurz ab 2016 den Weg an die Parteispitze und in das Bundeskanzleramt zu ebnen.

Die Ermittler sehen im Kanzler einen Beteiligten an den Verbrechen der Untreue und Bestechlichkeit. Der 35-Jährige hat alle Anschuldigungen zurückgewiesen.

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