Wie geht es mit dem Bundeswehr-Einsatz in Mali weiter, nachdem dort bei einem Anschlag zwölf deutsche Soldaten verletzt wurden? Aussenminister Maas hat eine klare Meinung.
Bundesaussenminister Heiko Maas (SPD) hält den Bundeswehr-Einsatz in Mali für wichtig. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa/Archivbild
Bundesaussenminister Heiko Maas (SPD) hält den Bundeswehr-Einsatz in Mali für wichtig. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa/Archivbild - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Bundesaussenminister Heiko Maas hat sich trotz des Anschlags auf die Bundeswehr in Mali am vergangenen Freitag gegen einen Abzug der deutschen Soldaten aus dem westafrikanischen Land ausgesprochen.

«Wir müssen uns darüber klar werden, dass die Region droht, zu einer Drehscheibe des internationalen Terrorismus zu werden», sagte er am Rande eines Treffens der internationalen Anti-IS-Koalition in Rom. Deswegen sei es notwendig, sich dort mit anderen Partnern weiter zu engagieren. Darüber sei man jetzt innerhalb der Europäischen Union und vor allem mit Frankreich im Gespräch.

Ein Selbstmordattentäter hatte am Freitagmorgen nordöstlich der Stadt Gao in dem westafrikanischen Land eine Patrouille mit einer Autobombe angegriffen. 13 UN-Soldaten wurden verletzt, zwölf Deutsche und ein Belgier. Drei Deutsche erlitten schwere Verletzungen. Die Soldaten hatten nach UN-Angaben den Konvoi eines malischen Bataillons gesichert. Die verletzten Bundeswehrsoldaten wurden am Wochenende zurückgeflogen, sie werden in Kliniken in Ulm und Koblenz behandelt.

Die Bundeswehr ist in Mali neben der UN-Mission zur Stabilisierung des Landes auch an einem Ausbildungseinsatz der Europäischen Union beteiligt.

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