Ein Jahr nach der Erstürmung des US-Kapitols hat Aussenministerin Annalena Baerbock bei ihrem Besuch in Washington zum Schutz der Demokratie aufgerufen.
Baerbock vor dem US-Kapitol
Baerbock vor dem US-Kapitol - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Angriff auf das Kapitol jährt sich am Donnerstag zum ersten Mal.

Ein Jahr nach der Erstürmung des US-Kapitols hat Aussenministerin Annalena Baerbock bei ihrem Besuch in Washington zum Schutz der Demokratie aufgerufen. Baerbock traf am Mittwoch mit der Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, zusammen. Nach dem Gespräch sagte die Grünen-Politikerin, eine der Lehren aus dem Angriff auf das Parlament in Washington vor einem Jahr sei gewesen, «dass Demokratie nicht vom Himmel fällt». Demokratie brauche starke Demokratinnen und Demokraten, ein stetes Eintreten für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit sowie ein Bekenntnis zu und eine Förderung von staatlichen Institutionen.

Der Angriff auf das Kapitol jährt sich am Donnerstag zum ersten Mal.

Anhänger des damaligen Präsidenten Donald Trump hatten den Sitz des US-Kongresses in Washington erstürmt, um die Bestätigung des Wahlsiegs des Demokraten Biden zu verhindern. Bei dem Angriff kamen fünf Menschen ums Leben. Die Attacke auf das Herz der US-Demokratie, bei der viele Abgeordnete und Senatoren um ihr Leben fürchteten, erschütterte das Land. Kritiker werfen Trump vor, seine Anhänger bei einer Ansprache vor der Erstürmung zu der Tat angestachelt zu haben. Trump hat seine Wahlniederlage gegen Biden bis heute nicht anerkannt.

Baerbock sagte am Mittwoch: «Wir haben vor einem Jahr als Deutsche, als Europäer, glaube ich, alle in tiefer, tiefer Freundschaft und erschüttert nach Washington geschaut.» Auch an ihr seien die Ereignisse damals «nicht spurlos vorübergegangen».

Mehr zum Thema:

Menschenrechte Donald Trump Nancy Pelosi Grüne Parlament