Die Kunstsammlung des Scheichs Hamad bin Abdullah Al Thani sind nun dauerhaft in Paris zu sehen. Es handelt sich um rund 6000 Werke.
Paris
Das Pariser Hôtel de la Marine wird die Kunstwerke künfig ausstellen. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Scheich soll 20 Millionen für das Ausstellen im Pariser Hotel bezahlt haben.
  • Unter den Werken befindet sich unter anderem die «Sternguckerin».

Die Kunstobjekte des Scheichs Hamad bin Abdullah Al Thani sind dauerhaft in das Pariser Hôtel de la Marine eingezogen. Die hochkarätigen Werke waren bislang nur in Sonderausstellungen in grossen Museen in London und New York zu sehen. Auf rund 400 Quadratmetern werden die Schätze aus der bis zu 6000 Werken umfassenden Sammlung gezeigt.

Zur Eröffnung der Schauräume am Donnerstag sollten 120 Werke präsentiert werden. Sie decken jahrtausendelange Kunstgeschichte ab. Zu den Highlights gehört eine «Sternguckerin» aus Marmor aus dem westlichen Kleinasien aus den Jahren um 3300-2500 vor Christus.

20 Millionen für 20 Jahre

Hamad bin Abdullah Al Thani ist der Cousin des Emirs von Katar. Er soll 20 Millionen Euro dafür bezahlt haben, dass seine Sammlung für 20 Jahre in das Hotel einzieht. Denn der Prachtpalast aus dem 18. Jahrhundert war einst als königliches Möbellager konzipiert.

Als besessen, aber selektiv hat sich der 40-jährige Scheich 2015 in «Vanity Fair» beschrieben. Im Alter von 27 Jahren begann er eine Sammlung von Schmuck und Kunstobjekten aus dem indischen Mogulreich (16 bis 19. Jahrhundert) aufzubauen. In einer Rekordzeit von fünf Jahren hat er 400 Werke erworben.

Hotel wurde restauriert

Das etwa 12'000 Quadratmeter grosse Gebäude wurde für rund 130 Millionen Euro restauriert. Anfang Juni wurde es nach vierjährigen umfangreichen Renovierungsarbeiten wieder eröffnet.

In dem Palastbau, der über 200 Jahre geschlossen war, ist seitdem wieder zu entdecken, was einst das königliche Möbellager war: Räume voller Rokoko-Kronleuchter und antiker Möbel aus dem 18. Jahrhundert. Die rund 6000 Werke sollen im Wechsel ausgestellt werden.

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