Aus Gastspielen sollen Festspiele werden, Frankreich und Russland zu musikalischen Schwerpunkten: Corona zum Trotz will das Festspielhaus Baden-Baden nach dem laufenden Modellversuch ab September wieder durchstarten.
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Das Festspielhaus Baden-Baden. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • «Wir werden mit 500 Besuchern beginnen», sagte Intendant Benedikt Stampa am Donnerstag bei der Vorstellung des Herbst-Programms in der süddeutschen Stadt.

Je nach Corona-Lage soll in dem mit 2500 Plätzen grössten deutschen Opernhaus dann flexibel und dynamisch aufgestockt werden. «Wir werden mutig in den Herbst starten», kündigte der Intendant an.

Die Herbstfestspiele sollen mit Dirigent Thomas Hengelbrock weiterentwickelt werden zu einem Projekt «Baden–Paris». Den Beginn markiert im Oktober Mozarts französischste Oper «Idomeneo». Anfang Oktober kommen John Neumeier und das Hamburg Ballett mit Klassikern und Neuproduktionen nach Baden-Baden, darunter «Tod in Venedig» und «Ein Sommernachtstraum». Der Choreograph will Schritt für Schritt ein Tanzfestival in der Kurstadt etablieren und verstärkt auch «in die Stadt gehen».

Programm-Highlights im November sind zwei konzertante Aufführungen von Tschaikowskys Oper «Mazeppa» mit den Berliner Philharmonikern. Die jährlichen Dezember-Gastspiele mit dem St. Petersburger Stardirigenten Waleri Gergijew und seiner Mariinski-Truppe sollen zum «Russland»-Festival avancieren, mit Konzerten und Ballett-Klassikern wie «Nussknacker» und «Schwanensee».

«Respekt und Hoffnung», so umschreibt Stampa sein Herbstprogramm. Insgesamt sind 50 Veranstaltungen mit grossen Namen der Musikwelt geplant. Teils werden Künstlerauftritte nachgeholt, die aufgrund der Pandemie ausfallen mussten. Der Vorverkauf für das Herbstprogramm hat am Donnerstag begonnen. Das Programm 2022 kommt Mitte Oktober.

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