Deutschland wird der Ukraine im Abwehrkampf gegen Russland nach den Worten von Aussenministerin Annalena Baerbock auch mittel- und langfristig militärisch helfen.
Annalena Baerbock (Bündnis90/Die Grünen), Aussenministerin. Foto: Michael Kappeler/dpa
Annalena Baerbock (Bündnis90/Die Grünen), Aussenministerin. Foto: Michael Kappeler/dpa - sda - Keystone/dpa/Michael Kappeler

Das Wichtigste in Kürze

  • Deutschland will der Ukraine militärisch auch mittel- und langfristig beistehen.
  • Das versprach Aussenministerin Annalena Baerbock am Mittwoch in Riga.
  • Geplant sind grössere Finanzpakete sowie Ausbildungs-Angebote.

Aktuell müssten die Nato-Verbündeten die Ukraine in den nächsten Tagen und Wochen unterstützen, sagte die Grünen-Politikerin am Mittwoch nach einem Treffen mit ihrem lettischen Amtskollegen Edgars Rinkevics in der Hauptstadt Riga.

Aussenministerin Baerbock in der Ukraine
Aussenministerin trifft Baerbock in der Ukraine ein. - dpa

Es gehe aber nicht nur um den akuten Bedarf. «Es geht auch um die nächsten drei Monate und auch um die nächsten drei Jahre. Und hier wird Deutschland mehr beitragen können.»

Deshalb habe die deutsche Regierung eine Milliarde Euro zur Verfügung gestellt, damit die Ukraine auch komplexere Waffensysteme beschaffen könne, die dann langfristig wirkten. Deutschland könne dazu die Ausbildung bereitstellen.

Panzer-Lieferungen «kein Tabu»

Für Deutschland sei auch die Lieferung gepanzerter Fahrzeuge «kein Tabu, auch wenn es in der deutschen Debatte manchmal so klingt», betonte Baerbock. Solchen Lieferungen habe die Bundesregierung bereits zugestimmt. «Aber kurzfristig ist bei uns nichts vorhanden, was wir jetzt wirklich schnell und unverzüglich liefern können.»

Daher sei mit den Nato- und G7-Partnern ein «Ringtausch» vereinbart worden, sagte die deutsche Aussenministerin. Partner, die schnell Waffen sowjetischer Bauart liefern könnten, erhielten von Deutschland dafür Ersatz.

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