Im Kampf gegen gefälschte Produkt-Bewertungen zieht Amazon nun in den USA vor Gericht. Facebook-Gruppen mit teils Zehntausenden Mitgliedern machen dem Online-Händler das Geschäft zunehmend schwer.
Amazon zieht im Kampf gegen Fake-Bewertungen auf der Plattform in den USA vor Gericht.
Amazon zieht im Kampf gegen Fake-Bewertungen auf der Plattform in den USA vor Gericht. - Steven Senne/AP/dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • Amazon zieht im Kampf gegen Fake-Bewertungen auf der Plattform in den USA vor Gericht.

Mit einer Klage sollen Administratoren von mehr als 10.000 Facebook-Gruppen ins Visier genommen werden, in denen die Erstellung gefälschter Bewertungen im Austausch für Geld oder kostenlose Produkte organisiert werde, wie der Online-Händler am Dienstag mitteilte. Dabei gehe es zunächst darum, die Personen hinter den Gruppen zu identifizieren.

Die Betreiber der Gruppen versuchten, über die Gruppen Fake-Bewertungen für «Hunderte» Produkte auf der Amazon-Plattform zu beschaffen. Als Beispiele nannte der Konzern Autoradios und Kamera-Stative. Die Bewertungen seien über die Gruppen unter anderem in Deutschland, den USA, Grossbritannien, Frankreich, Italien und Spanien vermittelt worden. So habe eine Gruppe 43.000 Mitglieder gehabt, bis sie in diesem Jahr vom Facebook-Konzern Meta gelöscht worden sei. Amazon habe Meta seit 2020 mehr als 10.000 Gruppen gemeldet. Mehr als die Hälfte davon sei von der Plattform entfernt worden, andere würden noch untersucht.

Fake-Bewertungen sind seit Jahren ein Problem für Amazon. Der Konzern stoppe Millionen davon, bevor sie von Nutzern gesehen würden, betonte Amazon-Manager Dharmesh Mehta.

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