WM 2022: Hoeness verteidigt seine Unterstützung für Gastgeber Katar

Wenige Wochen vor dem Auftakt zur WM 2022 in Katar gehen die Emotionen hoch: Uli Hoeness verteidigt das umstrittene Turnier im Wüsten-Emirat.

Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeness verteidigt die WM 2022 in Katar. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeness (70) verteidigt die WM in Katar.
  • Die Aufmerksamkeit werde im Gastgeberland zu Veränderungen führen.
  • Auch die Zusammenarbeit zwischen seinem FC Bayern und Katar verteidigt Hoeness.

Mit einem Live-Anruf in der Fussball-Talkshow «Doppelpass» sorgt Uli Hoeness für Aufregung: Der Bayern-Ehrenpräsident attackiert den früheren Bundesliga-Manager Andreas Rettig wegen dessen Kritik an der WM 2022 in Katar.

Rettig sei der «König der Scheinheiligen», schimpft Hoeness. Er solle im Winter kalt duschen, wenn er mit Katar nichts zu tun haben wolle. Schliesslich kaufe Deutschland sein Gas angesichts der russischen Invasion der Ukraine jetzt beim Wüsten-Königreich.

Bei Bayern München steht Katar als Sponsor auf dem Ärmel. - Keystone

Auch die Zusammenarbeit seines FC Bayern mit dem WM-Gastgeber verteidigt Hoeness. «Die WM 2022 und das Bayern-Engagement werden dafür sorgen, dass die Arbeitsbedingungen in Katar besser werden», verspricht Hoeness.

Führt die WM 2022 Veränderungen in Katar herbei?

Gegenüber «Bild» verteidigt Hoeness später seine Telefon-Tirade. «Katar ist Anteilseigner von VW und der Deutschen Bank. Der Bundeskanzler bittet in Katar um Öl und Gas. Da geht es um unser Land», so Hoeness.

Fans aus aller Welt werden zur WM 2022 nach Katar reisen. - Keystone

Für seine Behauptung, das Bayern-Engagement würde die Dinge in Katar verbessern, hat Hoeness ein Beispiel: «Die Frauen-Mannschaft von Bayern hat vor einigen Jahren als erstes Frauen-Team mit kurzen Hosen in Katar gespielt. Das war ein Durchbruch», so Hoeness.

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Die bevorstehende WM lenke den Fokus auf Katar und führe so Veränderungen herbei, ist sich der Bayern-Ehrenpräsident sicher. «Ich habe dort selbst vernünftige Gespräche mit Verantwortlichen geführt», versichert Hoeness.