Starke Explosion bei griechischem Nachrichtensender Skai

Bei einer Explosion im Gebäude des griechischen Privatsenders Skai wurde niemand verletzt. Der Anschlag wurde zuvor telefonisch angekündigt.

Griechische Polizisten der Spurensicherung untersuchen vor dem Hauptgebäude des Fernsehsenders Skai den Tatort nach einer starken Explosion. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Privatsender Skai im griechischen Piräus wurde von einer Explosion getroffen.
  • Der Anschlag wurde bei einem anderen Sender telefonisch angekündigt.

Eine starke Explosion hat bei Athen das Gebäude des privaten griechischen Fernseh- und Nachrichtensenders Skai in Piräus erschüttert. Der Anschlag in der Nacht zum Montag war zuvor telefonisch bei einem anderen Sender angekündigt worden.

Griechische Polizisten der Spurensicherung untersuchen das Gelände des privaten Fernseh- und Nachrichtensenders Skai nach einer starken Explosion in der Nacht zum Montag. - dpa

Verletzt wurde nach Angaben von Skai niemand. Bilder zeigen Trümmer, Schutt und Scherben in und an dem ursprünglich fast vollständig verglasten Bürogebäude. Medienberichten zufolge soll es sich um rund fünf Kilo explosives Material gehandelt haben. Die Polizei sei mit Antiterroreinheiten vor Ort und ermittle in Richtung griechischer Linksextremisten. Unter Verdacht steht dabei unter anderem die linke «Gruppe der Völkischen Kämpfer». Darauf deute die Art und Professionalität des Sprengsatzes hin, hieß es bei Skai.

Die Gruppierung der «Völkischen Kämpfer» hatte unter anderem vor fünf Jahren die Verantwortung für einen Anschlag auf die Residenz des deutschen Botschafters in Athen übernommen. Damals hatten vier Vermummte mit Sturmgewehren auf das Haus geschossen, verletzt worden war niemand. Die Gruppierung soll in den vergangenen Jahren außerdem für Anschläge auf die israelische Botschaft, die Parteizentrale der konservativen Partei Nea Dimokratia sowie auf das Athener Landgericht verantwortlich gewesen sein.