Kinder forschen am Weiher und im Wald

In der Woche vom 14. bis 18. Mai hatten die Schülerinnen und Schüler der Unterstufe und der 2.Kindergartenklassen der Schuleinheit Oeggisbüel-Oelwiese die Möglichkeit, sich einen halben Tag forschend in die Umweltthemen Wasser oder Wald zu vertiefen.

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Die Arbeitsgruppe Umweltschule der Schuleinheit konnte dazu den Verein Grünwerk aus Winterthur mit seinem mobilen Klassenzimmer gewinnen. In dem zum Forschungslabor umgebauten Zirkuswagen beobachteten und bestimmten die Kinder unter Mikroskopen Kleinstlebewesen aus dem Waldweiher oder dem Waldboden. Viele staunten, als sie entdeckten, dass neben Enten und Fischen noch viel mehr Leben im Waldweiher ist und die Erde nicht einfach braun und „grusig“ scheint, sondern voller Leben steckt.

Beim Thema Wasser lernten die Kinder die lange Reise eines Regentropfens durch den Wasserkreis-lauf kennen, bauten eigene Wasserräder, um die Kraft des Wassers zu erfahren, und tauchten in den Lebensraum Wasser am Waldweiher in Gattikon ein. Was unterscheidet ein Frosch von einer Kröte? „D’ Chrot hät meh Püggel und unä so öppis Schlabberigs am Hals“, war eine Schülerantwort. Dass unter anderem die Gangart sie unterscheidet, probierten die Kinder gleich selbst aus. Auch beim Thema Wald gingen die Schülerinnen und Schüler auf Spurensuche grösserer und kleinerer Waldtiere. Sie entdeckten zum Beispiel von Eichhörnchen angeknabberte Tannzapfen und versuchten den Tierlauten im Wald zu lauschen, diese nachzuahmen und zu erraten. Ein weiterer Posten zeigte die Entwicklung eines Baumes vom Samen bis zum toten Baum.

Ein Forstwart in Ausbildung erzählte von seinem Arbeitsalltag im Wald und beantwortete Fragen. Auch der praktische Teil fehlte nicht. Es machte einen Höllenlärm, als ein Baumstamm zersägt wurde und riesige Freude, selber auf einen Traktor zu steigen.

Durch die vielen verschiedenen Zugänge haben die Schülerinnen und Schüler den Wald und das Wasser als Lebensraum kennen- und schätzen gelernt. Sie wissen, dass wir als Menschen hier Gäste sind und wir uns neugierig und respektvoll verhalten müssen, wenn wir etwas Interessantes entdecken wollen.

Das Lehrerteam wurde am Projekttag von Pädagogen der Stiftung Wildnispark Zürich und einer Fachperson vom Forstrevier Thalwil unterstützt – herzlichen Dank für das Engagement aller Beteilig-ten.

-Mitteilung der Gemeinde Thalwil (vas)