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Grün gewinnt, SVP verliert: So können die gestrigen Zürcher Wahlen zusammengefasst werden.

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Diese gelten als Messlatte für die nationalen Wahlen im Herbst.

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Die SVP räumt zwar Fehler ein, sagt aber dennoch, die Medien hätten zu viel über das Klima berichtet.

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Wieso haben sie also wirklich so viele Sitze verloren?

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Es gibt drei Ebenen bei der SVP, welche im Moment problematisch sind.

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Die erste ist eine Führungsfrage. Wenn man sieht, wie die Partei auf den Fall des kandidierenden Arztes,

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der die Wahlen manipulieren wollte, selbstgerecht reagiert hat,

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stellt man einen klassischen Führungsfehler fest.

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Zweitens hat die SVP nicht ganz begriffen, dass es einen Themenwandel gibt.

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Weg von ihren klassischen Mobilisierungsthemen, die zwischen 1999 und 2015

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jedes Mal funktioniert haben. Jetzt ziehen sie überhaupt nicht mehr.

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Die SVP konzentrierte sich darauf, zu sagen «die anderen wollen der EU beitreten».

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Das ist die Hauptbotschaft, welche die SVP vermittelt. Das ist schlicht und einfach ein Fehler.

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Drittens, die Klimadebatte: Hier haben wir ein Spektrum zwischen jenen, die alles kritiklos

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zu übertreiben versuchen, bis zu den Klimawandel-Leugnern,

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welche bei der SVP sehr prominent sind.

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Das ist ein riesiges Spektrum. Wenn ich es ansehe, stelle ich fest: Die Gewinner sind die Befürworter

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einer Reform der Klimapolitik. Die Leugner der Klimaproblematik haben am meisten verloren.

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Die grosse Frage: Mag dieser Klima-Hype bis im Herbst andauern?

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Wird er auch national die Verhältnisse aufrütteln können? Oder kann er gebremst werden?

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Die Zürcher Regierungswahlen geben die grundsätzliche Richtung vor.

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Ob die Parteien dann aber gewinnen oder verlieren, ist allerdings etwas ganz anders.

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Das war 2011 und 2015 auch nicht so.

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Das heisst, es ist wahrscheinlicher geworden, dass die SVP verliert und dass Grüne und GLP gewinnen.

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Ob es dann 4 bis 6 Prozent sein werden, wie am letzten Wochenende, würde ich infrage stellen.

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Es hängt ganz stark von den weiteren Themenentwicklungen ab.

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In der Schweiz gibt es momentan drei starke Baustellen.

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Die wichtigste ist zweifelsfrei das Rahmenabkommen mit der EU. Es ist möglich, dass es dort

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nicht so gut herauskommt. Hier ist sicher wichtig, in welchem Mass man während des

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Wahlkampfs darüber diskutieren wird.

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Das zweite Thema ist die Gesundheitsdebatte, die auch sehr wichtig ist.

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Die Erhöhung der Krankenkassenprämien wird im Oktober vor den Wahlen kommuniziert.

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Also wunderbar für den Wahlkampf.

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Am 14. Juni wird es den Frauenstreik geben.

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Alles aufsummiert, ist das Wahljahr noch lange nicht gelaufen.

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Damit ist auch die Parteien-Mobilisierung noch nicht gelaufen.

