WEBVTT

00:00:00.000 --> 00:00:05.470 
Der Ständerat hat heute über die Revision des Jagd-Gesetzes debatiert. Im Zentrum stand vor allem der Wolf.

00:00:05.470 --> 00:00:12.050 
Die kleine Kammer hat entschieden, dass der Abschuss des Wolfes künftig eine kantonale Angelegenheit sein wird.

00:00:12.230 --> 00:00:17.630 
Und das der Wolf bereits bei drohendem Schaden und nicht bei eingetroffenem Schaden abgeschossen werden darf.

00:00:17.630 --> 00:00:20.350 
Dieser Entscheid ist nicht im Sinn der Gruppe «Wolf Schweiz»

00:00:20.350 --> 00:00:21.470 
Nein, das ist nicht in unserem Sinn.

00:00:21.470 --> 00:00:26.050 
Der Bund hat nach Bundesverfassung die Kompetenz aber auch die Pflicht

00:00:26.050 --> 00:00:27.920 
den Artenschutz der Schweiz sicherzustellen.

00:00:27.920 --> 00:00:35.890 
Die Delegation von Abschuss-Kompetenzen an Kantone von Wölfen, Luchse oder für Biber zu vergeben, ist nicht verfassungskonform.

00:00:35.890 --> 00:00:42.090 
Es ist für mich auch nicht zielführend, weil diese Tiere sehr grosse Steif-Gebiete haben und in der gesamten Schweiz vorkommen.

00:00:42.090 --> 00:00:48.000 
Zum Teil wandern sie über die Kantonsgrenzen hinüber. Es macht also Sinn, das der Bund nach wie vor die Vorschriften gibt.

00:00:48.000 --> 00:00:53.390 
Auf der einen Seite also Pro Wolf-, Umweltschutz-, Tierschutz-Verbände.

00:00:53.390 --> 00:00:57.030 
Auf der anderen Seite Kontra Wolf vor allem der Schafzüchter-Verband.

00:00:57.030 --> 00:01:02.830 
Das es da irgend eine Lösung braucht, sieht auch David Gerke, von der Gruppe Wolf Schweiz, ein.

00:01:02.830 --> 00:01:05.780 
Das ist richtig, das sich ein Schafzüchter gegen den Wolf einsetzt.

00:01:05.780 --> 00:01:12.720 
Ich bedauere es zwar aber habe ein gewisses Verständnis. Aber Schafzucht ist nicht die Schweiz allein. Die Schweiz hat auch Artenschutz-Verpflichtungen.

00:01:12.720 --> 00:01:15.020 
Die Schweiz ist dazu auch verpflichtet gemäss ihrer Verfassung,

00:01:15.020 --> 00:01:20.440 
Naturräume zu erhalten, einheimische Wildtiere zu schützen, dazu auch eine Tierart wie der Wolf.

00:01:20.440 --> 00:01:26.840 
Dieser ist trotz zunehmenden Bestandes eher selten. Aber objektiv gesehen, ist er nicht weit verbreitet.

00:01:26.840 --> 00:01:32.450 
Beim derzeitigen Bestand ist kein regulierender Eingriff, sonder ein Punktueller notwendig. Letzteres ist bereits möglich.

00:01:32.450 --> 00:01:38.720 
Nach dem Ständerat wird sich auch noch der Nationalrat mit der Revision des Jagd-Gesetzes befassen.

00:01:38.720 --> 00:01:45.930 
Wenn er in die selbe Richtung zielt wie der Ständerat, ist für die Gruppe Wolf Schweiz und auch andere Umweltschutz-Verbände klar

00:01:45.930 --> 00:01:47.610 
man wird das Referendum ergreifen.

00:01:47.610 --> 00:01:50.990 
Die Unterschriftsbögen sind noch nicht im Druck aber man ist vorbereitet.

00:01:50.990 --> 00:01:54.710 
Wir ordnen auch unsere Finanzen - so das wir genügend zur Verfügung haben.

00:01:54.710 --> 00:02:02.230 
Es finden Koordinations-Gespräche statt. Das Referendum ist eigentlich bereit wenn es notwendig sein würde und der Bundesbeschluss vorliegt.

00:02:02.230 --> 00:02:09.140 
So ein Bundesbeschluss der wirklich einen einseitigen Abbau des Artenschutz-Gesetzes vorsieht, dann ist das Referendum keine grosse Herausforderung mehr.

