WEBVTT

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Heute ist der Weltflüchtlingstag.
Wir haben Raquel Herzog getroffen.

00:00:12.000 --> 00:00:21.480 
Sie hilft in Griechenland geflüchteten Frauen und sie sagt, 
die Flüchtlingssituation sei nach wie vor sehr angespannt.

00:00:21.480 --> 00:00:29.940 
Es ist wichtig, dass sich jeder Schweizer und jede Schweizerin

00:00:29.940 --> 00:00:35.870 
bewusst wird, dass zwei Flugstunden von
uns entfernt Menschenrechte verletzt werden.

00:00:35.870 --> 00:00:42.770 
Das heisst, wir haben keine Garantie mehr für unsere
eigenen Menschenrechte mehr haben.

00:00:42.770 --> 00:00:48.040 
Ich finde das sehr erschreckend und ich bemerke oft, dass die Leute
davon sehr stark unberührt sind.

00:00:48.040 --> 00:00:55.500 
Für die engagierte Flüchtlingshelferin ist aber klar, dass nicht nur
Griechenland für die Menschenrechtsverletzungen verantwortlich ist.

00:00:55.500 --> 00:01:09.770 
Die EU hat sicherlich versagt - oder viel mehr die Politik versagt.

00:01:09.770 --> 00:01:17.390 
Ein bekannter Fall war der von Angela Merkel.
Die mit dem griechischen Migrationsminister veranlasste,

00:01:17.390 --> 00:01:20.230 
dass man die Familienzusammenführungsverfahren
verschleppt.

00:01:20.230 --> 00:01:26.630 
Solche Interessen kommen der Realität immer wieder
in den Weg der Flüchtlinge, die sie stark behindern.

00:01:26.630 --> 00:01:38.180 
Die umliegenden Ländern beherbergen knapp sechs
Millionen syrische Flüchtlinge.

00:01:38.180 --> 00:01:49.240 
Syrien selber hat etwa sechs Millionen. Europa hat nur 1,2 Millionen dieser Flüchtlinge. Dabei handelt sich um 28 der reichsten Länder überhaupt.

00:01:49.240 --> 00:01:58.730 
Sie fordert alle Schweizer und Schweizerinnen dazu auf,
aktiv mitzuhelfen. Sei das mit Spenden oder Freiwilligenarbeit.

00:01:58.730 --> 00:02:02.930 
Sie selber konnte in dieser Situation einfach
nicht mehr zuschauen.

00:02:02.930 --> 00:02:16.000 
Das Bild des ertrunken Jungens in 2015 hat sehr betroffen gemacht.

00:02:16.000 --> 00:02:23.260 
Ich fand, dass ich nicht mehr empört hinter einem
Computer oder einer Zeitung sitzen und nichts machen.

00:02:23.260 --> 00:02:31.800 
Als ich dann dort war und die Realität erkannte,
war es nicht mehr möglich die Augen davor zu verschliessen.

00:02:31.800 --> 00:02:36.220 
Ich konnte nicht mehr nach Hause gehen und denken:
Nun habe ich meinen Anteil gemacht.

00:02:36.220 --> 00:02:46.170 
Mir ist es wichtig, das ich als Mensch in Erinnerung sein werde,
der sich um diese Angelegenheit gekümmert hat.

00:02:46.170 --> 00:02:53.640 
Wie sie den Frauen in Griechenland konkret hilft,
erfahren sie im unten im langen Interview.

